max.mobil Deutsche Telekom übernimmt den Hörer

Die Deutsche Telekom hat sich bei der privaten Telfonfirma aus Österreich mehrheitlich eingewählt.

Wien - Die Telekom-Tochter T-Mobil hat ihre Anteile an der privaten österreichischen Telefongesellschaft max.mobil von 25 auf 71 Prozent aufgestockt. Das teilte Telekomchef Ron Sommer am Freitag in Wien mit und bestätigt damit frühere Berichte. Mit dieser Investition "wollen wir die Position der Deutschen Telekom in Europa weiter stärken", begründete Sommer das Engagement. Angaben über den Kaufpreis wurden nicht gemacht.

Sein Unternehmen habe die Anteile der Raiffeisenzentralbank und der Generali-Versicherung (jeweils 8,1 Prozent) ebenso übernommen wie die 10,5 Prozent der Bayerischen Landesbank, 14,5 Prozent der österreichischen Bank für Arbeit und Wirtschaft AG (BAWAG) sowie 4,8 Prozent von Siemens-Österreich, berichtete der Telekom-Chef. Minderheitsgesellschafter bleiben damit die UTA Holding (mit einer Swisscom-Mehrheit), Siemens und die Kronenzeitung als größte Tageszeitung des Landes.

max.mobil ist das erste private GSM-Mobilfunknetz in Österreich, das im Oktober 1996 in Betrieb gegangen war. Ende letzten Jahres hatte die Gesellschaft nach eigenen Angaben 800.000 Kunden und war von 95 Prozent der Österreicher erreichbar. Bis Ende 1998 hatte das Unternehmen neun Milliarden Schilling (rund 1,3 Milliarden Mark) investiert. Es habe mit mehr als 1000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,5 Milliarden Schilling und einen Marktanteil von 37 Prozent erzielt.