Beiersdorf Doch keinen Käufer gefunden

Nach dem P&G-Wella-Deal ist die Übernahmefantasie raus und die Aktie verliert. Henkel profitiert.

Frankfurt am Main - Die Aktien des Konsumgüterunternehmens Beiersdorf  haben auf die Übernahme des Konkurrenten Wella  durch den US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble (P&G)  mit Kursverlusten reagiert. In einem freundlichen Marktumfeld fiel das Papier der Hamburger bis zum Mittag um 2,5 Prozent auf 99 Euro.

Die Amerikaner fielen nun als Käufer für Beiersdorf aus, erklärten Händler das Minus der Aktie. "Beiersdorf steht jetzt außen vor", sagte ein Analyst in Frankfurt. Schließlich sei das Unternehmen immer wieder genannt worden, wenn es um Übernahmeziele für die Expansion von Procter & Gamble nach Europa ging. Zudem setze die P&G-Einigung mit Wella ein großes Fragezeichen über die Zukunft der 44prozentigen Beteiligung der Allianz  an Beiersdorf, hieß es.

Henkel profitiert von der Übernahme

Mit einem deutlichen Kursaufschlag von 7,3 Prozent auf 56,41 Euro reagierten die Aktien von Henkel . Händler zeigten sich erleichtert wegen der Übernahme der Wella-Mehrheit durch P&G. Einige Investoren hätten befürchtet, Henkel könnte sich auf einen Bieterkampf mit P&G einlassen, sagte ein Börsianer.

Erst in der vergangenen Woche hatten die Düsseldorfer 6,86 Prozent der Wella-Anteile erworben. "Damit wurden Gerüchte über einen Übernahmekrieg geschürt", sagte ein Börsianer. Vor Börseneröffnung wurde nun bekannt, das P&G die Mehrheit an dem Darmstädter Haarkosmetikunternehmen Wella übernommen hat.

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