Börsenskandal Härteste Strafe in Japan

Nikko Salomon Smith Barney ist wegen Marktmanipulation für 20 Tage vom Aktienhandel verbannt.

Tokio - Das Investmentbankhaus Nikko Salomon Smith Barney muss wegen Aktienpreis-Manipulation 20 Tage seinen Aktienhandel aussetzen. Die am Dienstag von Japans Finanzaufsichtsbehörde FSA gegen das Investmentbanking-Joint-Venture von Nikko Cordial und der amerikanischen Citigroup verfügte Verbannung vom Handel ist die bisher längste Strafe, die jemals in Japan gegen einen Broker wegen "künstlichen Aktienhandels" verhängt worden ist.

Die Aktien von Nikko Cordial, Japans drittgrößtes Brokerhaus, hatte bis zu einem Viertel seines Wertes verloren, seit die Kommission für Wertpapieraufsicht Anfang des Monats eine Bestrafung von Nikko Salomon empfohlen hatte.

Das Unternehmen stand im Verdacht, Preise von Aktien, die in einen Fonds aufgenommen werden sollten, nach oben gedrückt zu haben. Japans Finanzaufsicht führt in letzter Zeit verschärfte Inspektionen durch. In den beiden vergangenen Jahren waren 20 ausländische und sieben einheimische Wertpapiergesellschaften wegen Verstoßes gegen die Wertpapierregeln bestraft worden. Die meisten Firmen waren bisher für zwei Wochen oder weniger vom Aktienhandel ausgeschlossen worden.