ACG Mehr als 30 Millionen Euro abgeschrieben

Das Chipbroker muss umfangreiche Wertberichtigungen vornehmen. Die Aktie stürzt ab.

Wiesbaden – Das Neue-Markt-Unternehmen ACG  reagiert auf die anhaltende Flaute auf dem Halbleitermarkt. Wie der Chip- und Chipkartenhändler am Freitagabend mitteilte, enthalte der vorläufige Jahresabschluss 2002 einmalige Firmenwertabschreibungen in Höhe von 31,2 Millionen Euro. Diese Wertberichtigungen folgten dem Vorsichtsprinzip und seien Buchverluste.

Damit reagiert die ACG eigenen Angaben nach auf den Wertverfall von Beteiligungen angesichts der anhaltenden Konjunkturschwäche des Halbleitermarktes und des Stopps risikobehafteter Handelsgeschäfte mit Prozessoren. Außerdem seien im abgelaufenen Jahr "nicht unerhebliche" einmalige Restrukturierungskosten und Einmalaufwendungen ergebniswirksam geworden. Diese Kosten enthielten unter anderem Abschreibungen auf Lagerbestände und Abfindungen für Stellenstreichungen.

Ungeachtet dieser Sondereffekte betrage die Eigenkapitalquote der ACG mehr als 60 Prozent. Die endgültigen Jahreszahlen will ACG am 24. März veröffentlichen.

Die Börse reagierte auf die Ankündigung mit einem drastischen Kursabschlag. Nach Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung stürzte das Papier um über 20 Prozent ins Minus auf 0,95 Euro.

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