Mannesmann Mobil zur höheren Dividende telefoniert

Die Telekommunikation entwickelt sich immer mehr zur tragenden Gewinnsäule des Unternehmens. Das Jahresüberschuß konnte 1998 verdoppelt werden.

Düsseldorf - Im gesamten Konzern habe sich der Jahresüberschuß 1998 auf 1,2 Milliarden Mark verdoppelt, teilte die Mannesmann AG am Freitag mit. Zu dieser Entwicklung hätten auch die Sparten Anlagenbau und Automobiltechnik mit deutlich besseren Ergebnissen beigetragen. Durch die Abgabe von Beteiligungen verringerte sich dagegen der Konzernumsatz um fünf Prozent auf 37,2 Milliarden Mark. Bereinigt um die Verkäufe legte er um 14 Prozent zu.

Von den höheren Gewinnen sollen auch die Aktionäre des Mannesmann-Konzerns profitieren: So plant der Vorstand, die Dividende um 0,20 Mark auf 1,20 Mark je Aktie anzuheben. Für die inländischen Anteilseigner werde sich einschließlich Steuergutschrift ein Betrag von 1,71 Mark ergeben. Mit der geplanten Ausschüttung, die noch vom Aufsichtsrat und auf der Hauptversammlung beschlossen werden muß, erhöht Mannesmann zum fünften Mal in Folge die Dividende. An der Börse notierte die Mannesmann-Aktie zum Auftakt des Parketthandels fester. Der Kurs kletterte um rund 1,7 Prozent auf 119,50 Euro.

Mit einem Umsatzplus von 34 Prozent auf 9,2 Milliarden Mark erzielte die Sparte Telekommunikation im vergangenen Jahr wieder die höchsten Zuwächse. Davon entfielen allein 7,2 Milliarden Mark auf die Tochtergesellschaft Mannesmann Mobilfunk (D2). Bei einem beschleunigten Teilnehmerzuwachs habe D2 ein wesentlich höheres Ergebnis erzielt (1997: 1,8 Mrd Mark). Ende 1998 hatte Mannesmann knapp sechs Millionen feste Mobilfunkkunden.

Bei der Festnetzgesellschaft Mannesmann Arcor hätten sich 1998 die Vorlaufkosten erwartungsgemäß verringert. Die Gesellschaft habe unter den neuen Telefonanbietern die Führungsposition erreicht und diese durch neue Produkte ausgebaut, hieß es. Der Umsatz von Arcor stieg um 52 Prozent auf 1,8 Milliarden Mark. Mit den Beteiligungen in Italien, Frankreich und Österreich habe Mannesmann auch in Europa seine Marktstellung erfolgreich ausgebaut.

Umsatzstärkste Sparte des Konzerns war 1998 erneut der Anlagenbau mit 12,9 Milliarden Mark (plus acht Prozent). Ein kräftiges Plus von 29 Prozent auf 10,8 Milliarden DM verzeichnete auch der Bereich Automobiltechnik. Überdurchschnittlich hoch sei dabei der Zuwachs bei Pkw-Informationssystemen und bei Steuer- und Regelsystemen gewesen.

Durch Firmenverkäufe wurde ein Umsatzvolumen von 8,2 Milliarden Mark nicht mehr in die Bilanz 1998 einbezogen. Entsprechend verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter. Einschließlich Neueinstellungen (2500) beschäftigte Mannesmann Ende 1998 rund 116.200 Menschen (minus vier Prozent). Davon waren etwa 72.400 in Deutschland beschäftigt.