Henkel Asienkrise getrotzt

Der Waschmittelkonzern hat im vergangenen Jahr ein Spitzenergebnis eingefahren. Frohe Kunde vor allem für die Aktionäre: Die Dividende soll erhöht werden.

Düsseldorf - Der Waschmittelkonzern und Chemiespezialist Henkel hat 1998 trotz der Asienkrise erneut ein Rekordergebnis eingefahren. Nach vorläufigen Zahlen sei der Jahresüberschuß um 16 Prozent auf 720 Millionen Mark gestiegen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit.

Von dem Spitzenergebnis sollen auch die Henkel-Aktionäre mit einer Aufstockung der Dividende um ebenfalls 16 Prozent profitieren. Im vergangenen Jahr hatte Henkel 1,45 Mark je Aktie gezahlt.

Nach weiteren Angaben des Unternehmens ist der Konzernumsatz um 6,3 Prozent auf 21,3 Milliarden Mark gewachsen, trotz eines schwieriger gewordenen Umfeldes in Asien, Rußland und Lateinamerika. Zur positiven Entwicklung hätten alle Geschäftsfelder beigetragen. Die höchsten Steigerungsraten erzielte der Bereich Kosmetik/Körperpflege mit zwölf Prozent.

Bei den Klebstoffen legte Henkel um zehn Prozent und bei Wasch- und Reinigungsmitteln um sechs Prozent zu. Die Sparte Chemieprodukte verbesserte sich dagegen nur um ein Prozent. Anfang Februar hatte der Düsseldorfer Konzern die Ausgliederung dieses Bereichs und Gründung einer neuen Tochtergesellschaft Cognis angekündigt.

Derzeit sind im Konzern 56.500 Mitarbeiter beschäftigt.