Basler Auf dem Weg zum Neuen Markt

Das junge Technologieunternehmen will im März an die Börse gehen.

Ahrensburg - Es sei geplant, 20 Prozent des Kapitals am Neuen Markt zu plazieren. Das teilte Vorstandschef Norbert Basler am Mittwoch in Hamburg mit. Das Unternehmen erwirtschaftet in diesem Jahr mit rund 200 Mitarbeitern ungefähr 70 Millionen Mark Umsatz und wächst jährlich um etwa 60 Prozent. Im Gegensatz zu anderen jungen Technologieunternehmen habe Basler bereits 1997 die Gewinnzone erreicht und für 1998 einen Jahresüberschuß von 1,9 Millionen Mark ausgewiesen.

Das Unternehmen ist auf dem Gebiet der industriellen Bildverarbeitung tätig; das ist eine Querschnitts-Technologie zwischen Optik, Elektronik und Computertechnik. Die Technologie, die wie ein künstliches Sehsystem wirkt und die Leistung des menschlichen Auges ersetzt, ist für viele Anwendungsgebiete geeignet, so etwa in der Militär-, Medizin- oder Sicherheitstechnik und vor allem in der Qualitätskontrolle von Industrieunternehmen. Der Weltmarkt war im vergangenen Jahr etwa sieben Milliarden Mark groß, soll aber in den nächsten Jahren jährlich um 15 Prozent wachsen. Bei der industriellen Bildverarbeitung werden über eine digitale Kamera Bilddaten erzeugt und an einen Computer weitergeleitet, der die Daten mit einem vorgegeben Muster vergleichen kann.

Der Vorstand erwarte in den nächsten Jahren stark steigende Gewinne, da sich die Investitionen der Vorjahre auszahlen würden. "Wir haben vor allem in Köpfe investiert, das läßt sich aus der Bilanz nicht ablesen", erklärte der Vorstandschef. Ein Drittel der 200 Mitarbeiter sei mit der Entwicklung neuer Produkte befaßt. Norbert Basler hält 60 Prozent der Aktien und will auch nach dem Börsengang die Mehrheit besitzen. Ein Paket von 30 Prozent liegt bei der Beteiligungsgesellschaft der IKB-Bank, die ihren Anteil zurückführen wird.