Hypo-Bank Neue Vorwürfe

Bei den Ermittlungen gegen die inzwischen mit der Vereinsbank zusammengegangene Bank zeigt sich offenbar ein regelrechter Sumpf. Nun besteht auch noch der Verdacht auf gefälschte Bilanzen.

München - Die Untersuchungen der Münchner Staatsanwaltschaft seien in diese Richtung ausgeweitet worden. Das sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Manfred Wick am Mittwoch in München und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Die Ermittlungen richteten sich gegen die "Verantwortlichen der Bank". Ob dies auch Vorstand und Aufsichtsrat der früheren Hypo-Bank betreffe, wollte Wick nicht sagen.

Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit längerem wegen des Verdachts der Untreue im Bereich der gewerblichen Immobilienfinanzierung durch die Bank. Zahlreiche Privatkunden werfen dem Kreditinstitut zudem vor, nach der Wende bei Immobiliengeschäften falsch beraten worden zu seien.

Der Vorstandssprecher der neuen Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG, Albrecht Schmidt, hatte Ende Oktober mitgeteilt, nach der Fusion der beiden Institute Anfang September seien bei der Hypo-Bank 3,5 Milliarden Mark Immobilien-Altlasten aufgedeckt worden. Ursache für die Altlasten seien riskante Grundstücksgeschäfte nach der Vereinigung vor allem in Ostdeutschland gewesen.