Pixelpark Marktwechsel

Die angeschlagene Internetagentur verlässt Ende Februar den Neuen Markt.

Berlin – Pixelpark  schrumpft. Mitarbeiter werden entlassen. Die neuen Aktionäre der Internetagentur streiten sich mit dem Alleinvorstand Jürgen Richter. Bei der defizitären Agentur liegt einiges im Argen. Nun meldet das Unternehmen, dass es den Neuen Markt verlassen wird. Das hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen.

Ende Februar heißt das für Pixelpark Abschied nehmen, ab März ist die Agentur im geregelten Markt zu finden. Ein entsprechender Antrag sei von der Deutschen Börse am Montag bestätigt worden. Gründe für diese Entscheidung seien die fehlende Perspektive des Neuen Marktes durch die Ende des Jahres anstehende Auflösung dieses Segments und die "unverhältnismäßig hohen Kosten", die durch eine weitere Notierung dort entstehen würden, erklärte das Unternehmen.

Doch der Internetagentur fehlt es wohl selbst an Perspektiven. Vom einstigen Börsenstar ist nicht viel übrig geblieben. Gründer Paulus Neef wurde kurz vor Weihnachten seines Amtes enthoben, Ex-Bertelsmann-Manager und ehemaliger Pixelpark-Aufsichtsratschef Jürgen Richter übernahm Neefs Job.

Dann verkaufte Bertelsmann ein 40-Prozent-Aktienpaket an die beiden Manager Wolf-Dieter Gramatke und Axel Fischer. Beide wollen am liebsten Richter wieder los werden. Neef beantragte mittlerweile eine Außerordentliche Hautversammlung. Unterdessen schreitet der Umbau des Internetspezialisten weiter voran. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass noch einmal 150 Stellen bei Pixelpark gestrichen werden sollten. Die Hamburger Niederlassung ging an die Werbeagentur FCB.

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