Südafrika Freihandel mit der EU könnte platzen

Das Kapland will sich dem Druck einiger EU-Länder nicht beugen, das angestrebte Freihandelsabkommen neu zu verhandeln.

Kapstadt - Das machte Handelsminister Alec Erwin am Dienstag vor der Presse klar. Die EU und Südafrika hatten sich nach vierjährigem Tauziehen im Januar auf ein Freihandelsabkommen geeinigt, das aber noch vom EU- Ministerrat und Südafrikas Regierung abgesegnet werden muß.

Meldungen aus Brüssel zufolge ist Spanien mit dem Abkommen unzufrieden, weil Südafrika sich geweigert hat, die Markennamen "Sherry" und "Port" völlig aufzugeben, und dafür Übergangslösungen vereinbart worden sind.

Die Zeitung "Business Day" berichtete am Dienstag, auch Deutschland, die Niederlande, Portugal und Italien wollten neue Verhandlungen über das Abkommen. Dabei gehe es unter anderem um eine Rückführungsklausel für illegal eingereiste Ausländer.

Erwin bezeichnete den vereinbarten Vertrag als fair. Jede Änderung werde ein Ungleichgewicht schaffen. "Wir haben deshalb nicht vor, unsere Position zu ändern, und wenn das bedeutet, daß es kein Abkommen gibt, dann wäre das sehr schade und meiner Meinung nach ein Fehler der EU."

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