DaimlerChrysler Schrempps Trostpflaster

Der Autobauer hat allen Grund, seine Anleger zu trösten. Trotz des Kursverfalls soll die Dividende angeblich deutlich steigen - als "Zeichen der Zuversicht". Die Rendite könnte sich in diesem Fall sehen lassen.

Frankfurt am Main - Zumindest die Ausschüttung soll stimmen. Die Aktie des Autokonzerns DaimlerChrysler  profitierte am Dienstag von Gerüchten, dass der Konzern angeblich seine Dividende verdoppelt. Die Aktie, die am Vormittag zeitweise bis auf 25,45 Euro abgerutscht war, drehte zuletzt sogar wieder leicht in die Gewinnzone.

Laut "Focus Money" wird der Konzern für das Jahr 2002 eine Dividende von zwei Euro je Aktie ausschütten: Im Jahr 2001 hatte der Konzern die Dividende wegen der schwachen Branchenkonjunktur auf einen Euro gekürzt (2000: 2,35 Euro).

Da die Aktie derzeit für rund 26 Euro zu haben ist, ergäbe eine Dividendenzahlung von zwei Euro eine stolze Dividenrendite von rund sieben Prozent. Analysten halten eine Verdopplung der Ausschüttung aber für unwahrscheinlich. Sie rechnen im Schnitt mit einer Dividende von 1,50 Euro. Für eine darüber hinausgehende Anhebung seien die Aussichten der Branche zu ungewiss.

Signal für die Zuversicht?

Alfred Denninghoff, Analyst der HypoVereinsbank, rechnet mit einer Dividende von 1,70 Euro bei einer Gewinnschätzung je Aktie von 3,63 Euro. "Aber bei dem Konzern sind alle Varianten denkbar", fügt er hinzu. So habe die ursprüngliche Daimler-Benz AG die Dividendenhöhe relativ stabil gehalten. Chrysler hingegen habe immer Wert auf eine hohe Dividendenrendite gelegt. Und bei dem fusionierten Konzern sei die Dividende bereits einmal als "Signal für die Zuversicht" bezeichnet worden.

DaimlerChrysler will den Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat am 4. Februar zusammen mit vorläufigen Geschäftszahlen für 2002 veröffentlichen. Der Aufsichtsrat des Unternehmens tagt an diesem Freitag.

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