Sony Japaner trotzt der Krise

Der Konzern legt ein Rekordquartal hin. Der Gewinn ist so hoch wie noch nie zuvor. Die Konkurrenz bietet ein anderes Bild, aber sie verringert immerhin den Verlust.

Tokio - Der japanische Elektronikkonzern Sony  hat im abgelaufenen Quartal einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Wie Sony am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte, stieg der Gruppenertrag im dritten Quartal des noch bis 31. März laufenden Gesamtgeschäftsjahres um 95,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf netto 125,4 Milliarden Yen – das entspricht 900 Millionen Euro. Das ist für Sony der bisher höchste Netto-Quartalsgewinn.

Allerdings bewegte sich der Umsatz im dritten Quartal mit 2,31 Billionen Yen nur knapp über den 2,28 Billionen Yen im Vorjahreszeitraum. Beim operativen Gewinn übertraf Sony mit 199,5 Milliarden Yen das eigene Vergleichsergebnis von 158,6 Milliarden Yen und bewegt sich damit am oberen Rand der Analystenerwartungen. Für das Gesamtjahr erwartet Sony weiterhin einen operativen Gewinn von 280 Milliarden Yen.

Konkurrent Toshiba gab wie der Siemens-Partner Fujitsu  eine Verringerung des Vorjahresverlustes bekannt. Sony und Toshiba  hielten an ihrer Prognose für das Gesamtjahr fest. Bereits zuvor hatte Fujitsu mitgeteilt, man erwarte weiterhin einen Fehlbetrag von 110 Milliarden Yen. Beim Umsatz hatte Fujitsu allerdings die Prognose nach unten revidiert.

Sorgen über die Ertragsaussichten japanischer Technologiefirmen drückten den Nikkei-225-Index am Mittwoch in die Nähe eines 20-Jahres-Tiefs. Das fernöstliche Börsenbarometer fiel um 2,3 Prozent auf 8.331,08 Punkte.

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