Software AG Umsätze brechen weg

Umsätze und Lizenzerlöse liegen unter den Erwartungen der Märkte. Der Ausblick ist vage.

Frankfurt - Die Software AG  hat im vierten Quartal 2002 wie von Analysten erwartet einen Umsatzrückgang verzeichnet. Für 2003 erwartet der nach SAP zweitgrößte deutsche Softwarehersteller weiter eine schwache Nachfrage nach Softwarelizenzen und Dienstleistungen. Die Aktie gab zu Handelsauftakt am Mittwoch zunächst 2,30 Prozent auf 8,50 Euro nach.

Der Umsatz sei im Schlussquartal auf 120,3 Millionen Euro von 159,6 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gefallen, teilte das Darmstädter Unternehmen am Mittwoch mit. Die Lizenzerlöse hätten sich auf 31,5 Millionen Euro nach 55,5 Millionen Euro belaufen. In beiden Punkten blieb die Software AG unter den Erwartungen der Analysten.

Im Vergleich zum dritten Quartal, als die Darmstädter Lizenzerlöse von 26,2 Millionen Euro ausgewiesen hatten, sei vor allem die im Lizenzgeschäft erwartete saisonale Steigerung erreicht worden. Durch strenges Kostenmanagement sei es gelungen, die Software AG in der Gewinnzone zu halten und die Liquidität auf mehr als 70 Millionen Euro zu erhöhen.

Umsätze gingen 2002 deutlich zurück

Im Gesamtjahr verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang auf 475 Millionen Euro von 588,5 Millionen Euro im Jahr zuvor sowie Lizenzerlöse von 113 (Vorjahr 199,1) Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie werde im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als einen Euro betragen.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt für das vierte Quartal mit einem Umsatz von 126,7 Millionen Euro sowie Lizenzerlösen von 33 Millionen Euro gerechnet. Für 2002 hatten sie einen Umsatz von 481,2 Millionen Euro und einen Lizenzumsatz von 114,6 Millionen Euro prognostiziert.

Ausblick für 2003 bleibt verhalten

Eine nachhaltige Belebung der Investitionsbereitschaft in Datentechnik sei nicht in Sicht, teilte das auf Software zur Datenverwaltung spezialisierte Unternehmen weiter mit. Für eine Trendwende fehlten derzeit noch eindeutige Signale. 2003 werde daher mit einem Umsatz und Ergebnis auf Vorjahreshöhe gerechnet.

Ziele für das laufende Geschäftsjahr seien unter anderem eine Steigerung der Profitabilität und eine Anpassung an die geänderten Marktanforderungen. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte die Software AG weltweit 3013 (3326) Mitarbeiter, davon 1243 in Deutschland.

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