Buderus Schwache Inlandsnachfrage drückt Ergebnis

Zahlen und Ausblick des Heiztechnik-Spezialisten können die Investoren nicht erwärmen.

Frankfurt - Buderus  erwartet nach Umsatz- und Gewinnrückgängen im vergangenen Jahr zunächst keine deutliche Nachfragebelebung. Für dieses schwache Branchenumfeld zeigte sich Buderus dennoch gut gerüstet, eine genaue Prognose für 2003 lehnt die Firma zunächst jedoch ab.

Kein Wort zu Übernahmegerüchten

Eine schwächere Inlandsnachfrage sowie gestiegene Rohstoffkosten hätten Konzernumsatz und Vorsteuerergebnis 2002 erwartungsgemäß unter die Vorjahreswerte gedrückt, teilte das Wetzlarer Unternehmen am Dienstag mit. Zudem habe der Konzern stark in verschiedene Unternehmensbereiche investiert, was das Ergebnis zusätzlich belastet habe. Zu den möglichen Übernahmegelüsten des Automobilzulieferers Robert Bosch, der jüngst seinen Anteil an Buderus aufstockte, äußerte sich der Heiztechnik-Spezialist in seiner Mitteilung nicht.

Der Aktienkurs der im MDax gelisteten Buderus reagierte auf die Ergebniszahlen nur unwesentlich. Gegen Abend baute der Wert seine Verluste leicht auf 1,40 Prozent oder 24,14 Euro aus.

Konzernumsatz fällt um vier Prozent

Um vier Prozent auf 1,86 Milliarden Euro sanken den Angaben zufolge die Konzernumsätze bei Buderus im vergangenen Jahr. Maßgeblich für den Rückgang sei eine allgemeine Kauf- und Investitionszurückhaltung im Inland gewesen, die durch eine positive Entwicklung des Auslandsgeschäfts teilweise abgefedert werden konnte. Die Umsatzrendite belaufe sich auf Basis dieser vorläufigen Zahlen auf knapp neun Prozent.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erreichte 162 Millionen Euro nach 186 Millionen Euro im Vorjahr, teilte Buderus weiter mit. Verantwortlich dafür seien der mengenbedingt niedrigere Konzernumsatz sowie die höheren Rohstoffpreise. Hinzu kämen Investitionen etwa in den Unternehmensbereichen Gusserzeugnisse und Edelstahlprodukte, Ausgaben für neue Software sowie Firmenübernahmen in Großbritannien und der Türkei.

Ausblick trübe – dennoch Optimismus

Buderus sieht nach eigenen Angaben derzeit keine Nachfragebelebung in den für das Unternehmen relevanten Absatzmärkten. "Insbesondere in Deutschland ist kurzfristig kaum mit konjunkturellem Rückenwind zu rechnen. Dennoch gehe Buderus aber davon aus, dass sich im deutschen Heiztechnikmarkt nach der starken Kaufzurückhaltung im Vorjahr ein gewisser Nachholbedarf aufgebaut hat."

Auch infolge der Investitionen 2002 sehe sich das Unternehmen gut positioniert, hieß es weiter. Insgesamt gingen die intern vereinbarten Zielsetzungen 2003 für den Konzern und seine einzelnen Sparten von Umsatz- und Ergebniszuwächse aus. Eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose für 2003 sei allerdings erst nach dem ersten Quartal zu vertreten, räumte Buderus ein.

Das Auslandsgeschäft der Heiztechnik werde wie bereits 2002 auch bei schlechter Konjunkturentwicklung ausgebaut, teilte Buderus weiter mit. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr eine Vertriebsgesellschaft in der Türkei sowie einen britischen Heizkesselhersteller übernommen.

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