Norsk Hydro Gewinne eingebüßt

Die niedrigen Ölpreise haben das Ergebnis des norwegischen Energiekonzerns drastisch nach unten gedrückt. Im Rostocker Werk wird die Ammoniumnitrat-Herstellung ausgeweitet.

Oslo/Rostock - Der Gewinn nach Steuern fiel 1998 auf 3,8 Milliarden Kronen (852 Millionen Mark) nach 5,2 Milliarden Kronen im Vorjahr. Diese Zahlen legte Norsk Hydro am Montag vor. Der Umsatz lag kaum verändert bei 97 Milliarden Kronen. Der Vorstandsvorsitzende Egil Myklebust kündigte Kosteneinsparungen an. Das Management und der Personalbestand sollen verkleinert werden.

Wie am Montag ebenfalls bekannt wurde, wird der Konzern seine Produktion von kristallinem Ammoniumnitrat im Sommer 1999 nach Rostock verlagern. Die seit 1936 in Norwegen betriebene Produktionsanlage werde dann stillgelegt, gab das Unternehmen am Montag bekannt. Neuer Produktionsstandort für den Stoff - der vor allem für Dünger, aber auch für Sprengstoff und Medizin benötigt werde - sei künftig das zum Konzern gehörende Werk Hydro Agri in der Hansestadt.

Der Konzern habe sich bei dieser Entscheidung von wirtschaftlichen Überlegungen leiten lassen, hieß es. Ammoniumnitrat werde bereits seit Jahren in Rostock produziert. Durch die Verlagerung könnten die in der Hansestadt vorhandenen Kapazitäten effektiver ausgelastet werden. Dies trage dazu bei, die Kostensituation bei Hydro Agri Rostock zu verbessern, sagte Geschäftsführer Bodo Götschel. Von September an werde das kristalline Ammoniumnitrat dann von Rostock aus an Kunden in Deutschland und in anderen europäischen Ländern geliefert.

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