Daimler-Chrysler Tempo zählt

Der Konzern will noch in diesem Frühjahr über einen möglichen Einstieg beim zweitgrößten japanischen Autohersteller Nissan Motor entscheiden.

Bayreuth - Eine Akquisition sei derzeit "ganz attraktiv". Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Daimler-Chrysler AG, Jürgen Schrempp, am Montag in einem Vortrag an der Universität Bayreuth. Ziel des Konzerns sei es, den Anteil Asiens am Gesamtumsatz in den nächsten zehn Jahren auf 25 Prozent zu steigern. Eine Entscheidung über Kooperation oder Beteiligung soll laut Schrempp in zwei bis drei Monaten fallen.

Die beiden Konzerne hatten Ende Januar erstmals Gespräche auf Chefebene über eine Zusammenarbeit bestätigt. Dabei gehe es sowohl um Nissans Lkw-Tochter Nissan Diesel als auch um den Gesamtkonzern. Ursprünglich hatte Daimler-Chrysler vor allem Interesse an der Lkw-Tochter gezeigt. In Branchenkreisen wird aber vermutet, Nissan Diesel sei nur noch mit einer Beteiligung am Gesamtkonzern Nissan Motor zu haben. Die Nummer zwei der japanischen Autokonzerne hat Schulden von 4,2 Billionen Yen (58 Milliarden Mark). Weitere Probleme sind ein schwacher Absatz im Heimatmarkt und eine dünne Eigenkapitaldecke.

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