IG Metall Einigungschancen stehen "50:50"

Die IG Metall geht mit großer Skepsis in das außerordentliche Schlichtungsverfahren. Auf eine ertragsabhängige Einmalzahlung will sie sich "ums Verrecken" nicht einlassen.

Frankfurt/Main - Das bekräftigte der stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters. "Das werden wir ums Verrecken nicht mitmachen", sagte Peters der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Er warnte die Arbeitgeber vor einer Verzögerungstaktik. Der Bezirksleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen, Harald Schartau, bezifferte die Chancen, einen Arbeitskampf abzuwenden, auf "50 zu 50".

"In diesem Tarifkonflikt ist schon vieles schiefgelaufen, so daß die Schlichtung durchaus scheitern kann", sagte Schartau im ARD-"Morgenmagazin". In diesem Fall würde die Urabstimmung in Baden-Württemberg eingeleitet. Doch auch jeder andere Bezirk müsse sich vorbereiten. "Wenn es zu einem Arbeitskampf kommt, wird es eine bundesweite Auseinandersetzung werden. Da geht es nicht nur um Streik, da geht es auch um Aussperrung", erklärte Schartau.

Peters sagte mit Blick auf die von den Arbeitgebern geforderte Einmalzahlung, die Lohnfindung dürfe keinesfalls in die Betriebe verlagert werden. Das verstoße gegen die Tarifautonomie und sei juristisch nicht zulässig. Die Arbeitgeber verlangten nichts weniger als die Selbstabschaffung der Gewerkschaft, sagte der stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende.

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