Auto-Poker GM wirbt um BMW

Die Gerüchteküche brodelt weiter. Nach VW will nun offenbar der US-Konzern General Motors bei BMW einsteigen. Der neue BMW-Chef Milberg hat die Gerüchte als haltlos zurückgewiesen.

München - Der neue BMW-Chef Joachim Milberg hat alle Gerüchte um eine Übernahme des Autoherstellers als völlig haltlos zurückgewiesen. "Da ist nichts, aber auch gar nichts dran", sagte Milberg nach dpa-Informationen bei einem Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU). Die Spekulationen um die Zukunft des bayerischen Automobilherstellers wurden unterdessen weiter angeheizt. Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete am Wochenende, der US-Konzern General Motors (GM) wolle bei BMW einsteigen. Bereits in den nächsten Tagen wolle GM ein Angebot unterbreiten, hieß es unter Berufung auf Informationen aus der Firmenzentrale in Detroit.

Nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL prüft auch VW bereits konkrete Pläne für eine Beteiligung am bayerischen Konkurrenten BMW AG (München). Milberg betonte dagegen: "BMW ist und bleibt selbständig." Dies sei unverrückbar. Die Spekulationen über die Zukunft von BMW bezeichnete Milberg den Angaben nach als von bestimmten Leuten "gezielt gestreut". Diese Aktionen würden aber bei der BMW-Spitze und auch bei den Beschäftigten genau das Gegenteil bewirken: Der "klare Wille zur Selbständigkeit" werde so eher noch gestärkt, habe Milberg bei dem rund zweistündigen Gespräch mit Stoiber betont.

Auch BMW-Sprecher Richard Gaul wies die Spekulationen zurück. "Langsam wird es ärgerlich", sagte er der dpa. Schon die Logik spreche gegen jede der Spekulationen: "Wenn einer BMW kaufen will, würde er doch von seinen Aktionären aus der Firma gejagt, wenn er es vorher bekanntgeben würde - denn das treibt den Preis hoch."

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