Günter Ogger Das virtuelle US-Wirtschaftswunder

Amerika beeindruckte die Alte Welt mit seiner New Economy, aber am Ende entpuppte sich vieles als schöner Schein. In seinem Buch "Die Ego-AG" listet Günter Ogger die größten Skandale der US-Wirtschaft auf. manager-magazin.de präsentiert den Text mit freundlicher Genehmigung des Autoren.

Im fernen Europa befand Fredmund Malik, Professor an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Sankt Gallen, bündig: "Das viel bestaunte US-Wirtschaftswunder der 90er-Jahre hat nie stattgefunden - es war ein Medienereignis, sonst nichts."

Außer auf falschen Zahlen ruhte die viel bestaunte US-Ökonomie laut Malik vor allem auf einem gigantischen Schuldenberg. Für jeden Dollar, der das Sozialprodukt erhöhte, "wurden drei Dollar Kredit aufgenommen", lästerte der Professor in Sankt Gallen, und die Schreckensmeldungen aus den Konzernzentralen bestätigten ihn täglich mehr:

Merck

Amerikas zweitgrößter Pharmakonzern musste im Sommer 2002 zugeben, Umsätze von 12,9 Milliarden Dollar zu viel verbucht zu haben. Die Tochtergesellschaft Medco, die über die Hälfte zum Konzernumsatz beisteuert, verwaltet für Millionen Amerikaner die Abrechnungen über deren Käufe von verschreibungspflichtigen Medikamenten.

In der Apotheke zahlen die Medco-Kunden einen Teil der Rechnung - etwa zehn bis 15 Dollar - selber, der Rest wird mit den Versicherungen abgerechnet. Merck buchte jedoch auch den Kundenanteil frech als eigenen Umsatz hinzu, wohl um gegenüber Konkurrenten wie Pfizer nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Qwest Communications

Qwest Communications

Wie sein Worldcom-Kollege Bernie Eppers griff auch der ehemalige AT & T-Manager Joseph Naccio zu Bilanzierungstricks, um die Umsätze und Gewinne der viertgrößten amerikanischen Telefongesellschaft aufzublähen.

Das ging so: Qwest mietete bei Konkurrenten Leitungskapazitäten an, und der Konkurrent kaufte umgekehrt bei Qwest ein. Das brachte zwar beiden Gesellschaften keinen echten Gewinn, doch sie konnten ihre Verkäufe sofort als Umsätze verbuchen, die Käufe aber als Investitionen über viele Jahre hinweg abschreiben.

Mit solchen so genannten Drehtürgeschäften machte Qwest allein im Jahr 2001 über eine Milliarde Dollar Umsatz. Als die Börsenaufsichtsbehörde SEC zu ermitteln begann, musste Naccio den Chefsessel räumen, und die Aktie des unter einem Schuldenberg von mehr als 30 Milliarden Dollar ächzenden Telekom-Konzerns verlor in kurzer Zeit 92 Prozent ihres Wertes.

Während die Aktionäre den größten Teil ihres Einsatzes abschreiben mussten und 17000 Qwest-Mitarbeiter ihren Job verloren, brauchte Bilanztrickser Naccio nicht zu darben. Allein durch die Ausübung von Aktienoptionen und Aktienverkäufen verdiente er bei Qwest über 300 Millionen Dollar. Die größte Telefongesellschaft im Westen der USA aber musste ihre Bilanzen um Vermögenswerte von über 40 Milliarden Dollar berichtigen.

Global Crossing und Adelphia

Global Crossing

Im Januar 2002 meldete das auf den Bermudas beheimatete Unternehmen, dessen Spezialität die Verlegung von Glasfaserkabeln war, Konkurs an, und sofort kam der Verdacht der Bilanzfälschung auf. Das FBI durchsuchte die Geschäftsräume des 1997 von Gary Winnick gegründeten Konzerns, dessen Börsenwert einst höher war als der von General Electric, und Staatsanwälte befragten Mitarbeiter nach Hinweisen auf Aktenvernichtung.

Während die Bilanz für das Geschäftsjahr 2000 noch auf ein kerngesundes Unternehmen hindeutete, war der Pleitekandidat bereits mit zwölf Milliarden Dollar überschuldet. Und wieder mussten sich die Wirtschaftsprüfer von Arthur Andersen, die 2,3 Millionen Dollar für die Bilanz und über zwölf Millionen Dollar für "Beratungsleistungen" abgegriffen hatten, Fragen nach ihrer Kompetenz gefallen lassen.

Kabel von Global Crossing verbinden 200 Städte in 27 Staaten miteinander, doch weil etwa 90 Prozent der gesamten Leitungskapazität brach lagen, konnte der Konzern schon lange kein Geld mehr verdienen und sich nur noch mit Bilanzierungstricks über Wasser halten.

Adelphia

Amerikas sechstgrößte TV-Kabelfirma musste sich mitsamt ihren 200 Tochtergesellschaften unter Gläubigerschutz stellen, nachdem bekannt wurde, dass sie ihren Gründern und Großaktionären, der Familie Riga, Kreditgarantien über 3,1 Milliarden Dollar gewährt hatte. Als FBI-Beamte John J. Riga samt seinen Söhnen Michael und Timothy am 24. Juli 2002 verhafteten und vor laufenden Fernsehkameras in Handschellen abführten, klatschte die ganze Nation Beifall.

AOL Time Warner und Tyco

AOL Time Warner

Als die Aktionäre nach all den Bilanzskandalen misstrauisch geworden waren, rang sich auch der größte Medienkonzern der Welt zu dem Geständnis durch, zu viel Erlöse aus dem Anzeigengeschäft verbucht zu haben. Es ging zwar nur um bescheidene 49 Millionen Dollar, doch das war möglicherweise noch nicht alles.

Online-Anzeigen-Umsätze von weiteren 270 Millionen Dollar sollen ebenfalls fragwürdig sein. Immerhin reichte die New Yorker Anwaltskanzlei Lovel & Stewart LLP eine Sammelklage ein, in der AOL Time Warner unter anderem auch falscher Angaben über die Werbeeinnahmen im Online-Geschäft bezichtigt wird.

Tyco

Der nach General Electric zweitgrößte Mischkonzern der USA, in dem von Alarmanlagen bis zu Mülltüten die unterschiedlichsten Produkte hergestellt werden, täuschte die Anleger, indem er in seinen Bilanzen und Geschäftsberichten Zukäufe anderer Firmen verschwieg. Sein Wachstum erfolgte also nicht aus eigener Kraft, sondern durch Käufe von mehr als 700 Firmen, für die der Konzern binnen drei Jahren rund acht Milliarden Dollar ausgab.

Als sich dann auch noch herausstellte, dass das bunt zusammengewürfelte Konglomerat mit Sitz auf den Bermudas Anleihen im Wert von 4,5 Milliarden Dollar zurückkaufen musste und dies nur durch neue Kredite finanzieren konnte, ließen die enttäuschten Aktionäre das Tyco-Papier fallen wie eine heiße Kartoffel.

Mit 100 Milliarden Dollar Aktienkapital vernichtete Tyco einen höheren Börsenwert als Enron, und Konzernchef Dennis Kozlowski musste zurücktreten. Gegen den hemdsärmeligen Bilanztrickser, der eine fürstliche 13-Zimmer-Wohnung in Manhattans bester Lage bewohnt, die ihn 18,5 Millionen Dollar kostete, ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft wegen Steuerhinterziehung und Aktienbetrugs.

Computer Associates und IBM

Computer Associates

Mit seltsamen Bilanzierungsmethoden versuchten die Manager auch beim Softwarekonzern CA ihre Aktionäre bei Laune zu halten. So wies das Unternehmen fürs vierte Quartal 2001 einen so genannten Pro-forma-Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar und einen ebensolchen Gewinn von 667 Millionen Dollar aus.

Wandte man jedoch die in den USA üblichen Bilanzierungsregeln GAAP an, sahen die Quartalszahlen erheblich bescheidener aus: 749 Millionen Umsatz bei einem Verlust von 275 Millionen. Als die SEC, der das Zahlenwerk nicht geheuer erschien, mit den Ermittlungen begann, brach die CA-Aktie an einem Tag um 23 Prozent ein.

IBM

Selbst der scheinbar seriöseste Konzern Amerikas bediente sich billiger Bilanztricks, um sich vor seinen Aktionären größer und reicher zu rechnen, als er tatsächlich war. Bilanzexperten fanden heraus, dass "Big Blue" im Jahr 2001 kaum mehr verdiente als 1995, obwohl der Bilanzgewinn pro Aktie in dieser Zeit von 1,80 auf 4,36 Dollar zugelegt hatte.

Die Tricks des inzwischen ausgeschiedenen IBM-Generals Lou Gerstner: IBM schlug die Überschüsse der konzerneigenen Pensionskasse dem operativen Gewinn zu, obwohl dieses Geld nicht den Aktionären sondern den Mitarbeitern zustand, und verbuchte Erlöse aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften als Gewinne aus dem operativen Geschäft.

Indem der Konzern in großem Stil eigene Aktien zurückkaufte, reduzierte er die Zahl der umlaufenden Anteilsscheine und erhöhte dadurch den Gewinn pro Aktie, der für die Kursentwicklung an der Börse eine ausschlaggebende Rolle spielte.

Bristol-Myers Squibb und Xerox

Bristol-Myers Squibb

Kurz bevor er mit seiner Unterschrift die Richtigkeit der Bilanzzahlen seines Konzerns beeiden musste, suchte Bristol-Myers-Squibb-Chef Peter Dolan schnell noch das Gespräch mit der Börsenaufsichtsbehörde SEC, die den Pharmariesen verdächtigte, seine Umsätze künstlich aufgebläht zu haben.

Offenbar hatten die Bristol-Manager ihre Großhändler genötigt, viel zu hohe Lagerbestände aufzubauen, um die Bilanz zu schönen und höhere Boni abzukassieren. Der Konzern erklärte sich bereit, die Bilanzen der Jahre 2000 und 2001 um Umsätze von über einer Milliarde Dollar zu korrigieren.

Xerox

Auch bei dem weltbekannten Kopiergerätehersteller ging es nicht mit rechten Dingen zu. Indem Xerox langfristige Leasingverträge mit seinen Kunden so verbuchte, als ob die Geräte verkauft worden wären, wies der Konzern fünf Jahre lang zu hohe Umsätze und Gewinne aus. Ziel der Manipulation war es offenbar, den Aktienkurs zu pflegen und den Managern überhöhte Einnahmen zu bescheren.

Als ein Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG seine Firma frühzeitig auf die Fehlbuchungen bei Xerox hinwies, musste er seinen Posten räumen. Die SEC aber kam den Schwindlern dennoch auf die Schliche und belegte den Konzern mit einer Strafe von zehn Millionen Dollar. Ein Klacks freilich angesichts der um 6,4 Milliarden Dollar überhöhten Umsätze und der um 1,5 Milliarden geschönten Gewinne.

Das Netzwerk der Trickser

Der Beutezug der US-Bosse weitete sich zum Skandal, als sich herausstellte, dass sie sich mit der Hochfinanz gegen die Kleinanleger verbündet hatten. Die Wall Street - ein Synonym für Analysten, Broker, Investmentbanker und die ganze übrige Finanzgemeinde - arbeitete Hand in Hand mit den Wirtschaftslenkern, um die Konzerne mitsamt den Aktionären um ihr Geld zu erleichtern.

Dem New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer ist es zu verdanken, dass Teile des Netzwerks sichtbar wurden. Erst überführte er die Investmentbanker von Merrill Lynch der Lüge, als er aus über 30000 beschlagnahmten E-Mails und firmeninternen Memos Sätze des Staranalysten Henry Blodget zitierte, der bestimmte Internet-Aktien, die er im Auftrag seiner Bank den Anlegern wärmstens zum Kauf empfahl, als "a piece of junk" oder "such a piece of crap" - ein Stück Ramsch oder ein Stück Scheiße - bezeichnete.

Nachdem sich Merrill Lynch mit Spitzer auf eine Geldbuße von 100 Millionen Dollar geeinigt und Blodget gefeuert hatte, drohte der schwer angeschlagenen Investmentbank zeitweilig sogar der Verlust der Selbstständigkeit.

Noch brisanter waren die Ermittlungsergebnisse in der Telekom-Branche. Nach den Pleiten von Worldcom, Qwest und Global Crossing gingen Spitzers Beamte Spuren nach, die mitten ins Herz der Wall Street führten. Jack B. Grubman heißt der Analyst, der maßgeblich für den rasanten Anstieg der Telekom-Aktien in der ganzen Welt verantwortlich war.

Er arbeitete für das Investmenthaus Salomon Smith Barney, das heute Citigroup gehört, der größten und mächtigsten Bank der Welt. Spitzer und seine Leute verdächtigen mittlerweile keinen Geringeren als Citigroup-Chef Sanford "Sandy" Weill, Einfluss auf die Empfehlungen Grubmanns genommen zu haben.

Bezeichnend seien die Vorgänge um den Aktienkurs des Marktführers der Telekom-Branche, AT & T, gewesen, meinen die Staatsanwälte. Grubman hielt zunächst nicht viel von AT & T, sondern favorisierte Konkurrenten wie Worldcom, Qwest oder Global Crossing. Kurz bevor der Marktführer aber eine riesige Aktien-Emission für seine Mobilfunksparte startete, änderte der Salomon-Analyst seine Meinung und empfahl AT & T zum Kauf.

Prompt wurde auch Salomon ins Konsortium der Emissionsbanken aufgenommen und verdiente am Börsengang der AT & T-Tochter Millionen, die Aktie des Telefonkonzerns aber stürzte danach weiter ab. Eliot Spitzers Ermittlungen förderten einen bizarren Kuhhandel zutage.

Die "Kindergarten-Affäre"

Als Gegenleistung für Grubmans Empfehlung der AT & T-Aktie setzte sich Citibank-Chef Weill mit einer Spende von einer Million Dollar dafür ein, dass die Zwillinge des geltungssüchtigen Staranalysten in den exklusiven Kindergarten "Y" in der 92sten Straße Manhattans aufgenommen wurden.

Enger noch war das Zusammenspiel zwischen Bankern und Bossen bei Worldcom. Zum Dank dafür, dass die Woldcom-Chefs Salomon an Aktien-Platzierungen, Anleihe-Emissionen und für Beratungsleistungen viele Millionen Dollar verdienen ließen, erhielten sie im Gegenzug von der Investmentbank hunderttausende Aktien zu Vorzugskonditionen.

Nach hartnäckigen Recherchen der Spitzer-Truppe musste Citigroup-Anwältin Jane Sherbourne zugeben, dass Worldcom-Manager wie Bernie Ebbers und Scott Sullivan bei insgesamt 39 Transaktionen mit Aktien bedacht wurden. Meist handelte es sich um Anteile an Firmen, die von Salomon neu an die Börse gebracht wurden; sie warfen einen garantierten Zeichnungsgewinn ab, wenn man sie sofort wieder verkaufte. Im Schnitt verdienten die Worldcom-Manager an jeder Zuteilung 2,3 Millionen Dollar.

Auch bei dem Telekom-Unternehmen Winstar Communications, das im April 2001 Insolvenz anmelden musste, hatte Grubman seine Finger im Spiel. Der Verband amerikanischer Wertpapierhändler NASD verklagte Grubman und seine Mitarbeiterin Christine Gochuico wegen "irreführender Analysen". Die beiden Salomon-Angestellten hätten die Lage Winstars wider besseres Wissen viel zu positiv dargestellt, die in der Aktie enthaltenen Risiken verschwiegen, behaupten die Kläger.

Während Salomon bei Winstar Honorare über 24 Millionen Dollar abkassierte, erlitten die Aktionäre, die im Vertrauen auf Grubmans Analysen eingestiegen waren, Milliardenverluste. "Was hier passiert ist, ist ein ernster Vertrauensbrauch zwischen Salomon und seinen Anlegern", klagte NASD-Präsidentin Mary Shapiro.

Immer neue Enthüllungen erschütterten das Vertrauen der Anleger in die Finanzindustrie. Bei der Wall Street-Firma Paine Webber vernichtete der Broker Enrique Perusquia ein 100-Millionen-Dollar-Vermögen des mexikanischen Bauunternehmers Francisco Lerma, indem er das Geld seines Kunden in Firmen investierte, die kurz vor dem Bankrott standen.

"An den obersten Zweigen aufknüpfen"

Frank Gruttadauria, Broker beim Bankhaus Lehmann Brothers, räumte bei den Depots seiner Kunden, die er mit gefälschten Kontoauszügen bei Laune hielt, annähernd 250 Millionen Dollar ab und verschwand auf Nimmerwiedersehen.

Nach all den Skandalen um gefälschte Bilanzen und ausgeplünderte Konzerne zog der selbst in allerlei Insiderskandale verwickelte US-Präsident George W. Bush viel zu spät die Notbremse.

Erst im Juni 2002, als die maßlos enttäuschten Aktionäre scharenweise der Börse den Rücken kehrten, verpflichtete der Präsident im so genannten Sarbanes-Oxley-Act die Vorstandsvorsitzenden und Finanzchefs der 947 größten US-Unternehmen, die Richtigkeit ihrer Bilanzen bis spätestens 14. August desselben Jahres "nach bestem Wissen und Gewissen" zu beeiden.

Wer dennoch beim Schummeln erwischt wird, konnte mit hohen Geldstrafen belegt oder für bis zu 20 Jahre ins Gefängnis gesteckt werden. Zuvor hatte Bush in einer aufsehenerregenden Rede vor den Wirtschaftsführern der Nation den "Missbrauch der Macht" durch Manager gegeißelt, da dies den "Seelenfrieden und das finanzielle Wohlergehen von Millionen Menschen" bedrohe.

Finanzminister Paul O'Neill gar drohte den versammelten Bossen: "Die Leute, die unser Vertrauen missbraucht haben, müssen wir an den obersten Zweigen aufknüpfen."

Auch wenn die Strafpredigt zumindest beim Wahlvolk Eindruck machen mochte - den Adressaten ging sie kaum unter die Haut. Zu sehr witterten sie im Präsidenten einen der Ihren, als dass er sie bange machen konnte. Hatte George W. nicht selbst bei der Ölfirma Harken Energy, bei der er im Aufsichtsrat saß, ordentlich abgeräumt?

Erst bezahlte Harken rein zufällig zwei Millionen Dollar für die von Bush geleitete, hoch überschuldete Klitsche namens "Spectrum 7", dann gelang dem Aufsichtsratsmitglied Bush auch noch der rechtzeitige Ausstieg bei Harken, ehe das Papier nach Ermittlungen der SEC wegen dubioser Geschäfte in den Keller stürzte.

Kaum glaubwürdiger als der Präsident erschien sein Vize Dick Cheney, der als Chef der Ölausrüsterfirma Halliburton in den Verdacht geriet, die Umsätze der Jahre 1999 und 2000 um rund 445 Millionen Dollar zu hoch ausgewiesen zu haben. Nein, von solchen Ex-Kollegen drohte keine Gefahr.

Günter Ogger: Warum die Sicherungssysteme versagen Günter Ogger: Die Bilanzfälscher Interview: Günter Ogger über die "Ego-AG"

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