Abfindung Reitzle schlägt Pischetsrieder

Dem ausgeschiedenen BMW-Vorstand Wolfgang Reitzle winkt möglicherweise ein goldener Handschlag in Höhe von 17,5 Millionen Mark.

Hamburg/München - Der ausgeschiedene Entwicklungs- und Marketingvorstand von BMW hatte noch vor wenigen Wochen einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag bei BMW bekommen. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Damit hätte Reitzle eine noch höhere Abfindung zu erwarten als der zurückgetretene BMW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder. Während Pischetsrieder angeblich mit 15 Millionen Mark rechnen kann, müßte Reitzles Vertrag mit rund 17,5 Millionen Mark ausgezahlt werden, berichtet das Blatt.

Der 49jährige Automanager, der mehr als 23 Jahre bei BMW war, wolle sich schon in den nächsten Tagen für eine der Job-Offerten entscheiden. Neben Ford bemühe sich auch General Motors (GM) um den ehemaligen Chefentwickler. Er soll Entwicklungsvorstand für die deutsche GM-Tochter Opel werden. Reitzle habe bisher weder bei Ford noch bei einem anderen Autohersteller unterschrieben. Nach Informationen der Zeitung soll er aber vor Freunden gesagt haben, er wolle lieber schnell eine Aufgabe bei einem anderen Autohersteller übernehmen, "als mich auf dem Geld auszuruhen und im Starnberger See fischen zu gehen".

Entgegen Presse-Spekulationen hat der VW-Konzern offenbar kein Interesse an einer Verpflichtung Reitzles. Es gebe "weder Anlaß noch Absicht, personelle Veränderungen in den Vorständen der Konzernunternehmen" vorzunehmen. Dies betonten VW-Vorstandschef Ferdinand Piech und der Audi-Aufsichtsratschef Robert Büchelhofer am Montag demonstrativ in einer gemeinsamen Erklärung. Gleiches gelte auch für die VW-Tochter Audi.

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