Werbeauftritt Schröder bei Schrempp

Reisekanzler Schröder schaute am Freitag bei Daimler-Chrysler vorbei. Konzern-Chef Schrempp bedankte sich und will beim Bündnis für Arbeit mitwerkeln.

Stuttgart - Sein Unternehmen werde an dem von Politik und Wirtschaft angestrebten Bündnis mitarbeiten. Das kündigte Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp am Freitag an. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hört Schrempps Worte mit Wohlgefallen und teilte seinerseits artig Komplimente aus: Bei seiner Stippvisite am Freitag in der Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen würdigte er die Fusion von Daimler und Chrysler zum weltgrößten Industriekonzern als mutige Entscheidung.

"Man spürt hier im Unternehmen, daß Mut auch zu Erfolg führen kann", sagte Schröder weiter. Es seien nicht nur zwei Unternehmen, sondern zwei Kulturen zusammengeführt worden. "Wir können von der amerikanischen Wirtschaftkultur Beweglichkeit, Schnelligkeit und Dynamik lernen, die Amerikaner von uns soziale Gerechtigkeit." Das spezifisch Deutsche an dem Unternehmen müsse beibehalten werden, forderte der Bundeskanzler. Als Beispiel nannte er die Mitbestimmung im Unternehmen.

Konzernschef Jürgen Schrempp unterstrich, in der Globalisierung liege eine Riesenchance. Jedoch sei nur ein ertragsstarkes Unternehmen ein soziales Unternehmen. "Wir unterstützen daher das Bündnis für Arbeit sehr und hoffen auf entsprechende Ergebnisse." Bei Daimler-Chrysler gebe es bereits zahlreiche Bündnisse für Arbeit auf Unternehmens- und Standortebene. "Erfolg läßt sich nicht nur an der Innovationskraft, dem Produktspektrum und der Profitabilität unseres neuen Unternehmens messen, sondern hat auch positive Effekte für den Standort Deutschland", sagte Schrempp. Daimler-Chrysler habe in den vergangenen zwei Jahren mehr als 20.000 Arbeitsplätze geschaffen. 1999 solle das Personal weiter aufgestockt werden.

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