VW Neue Fusionsgerüchte

Die Wolfsburger unternehmen laut Presseberichten einen neuen Anlauf für den Einstieg bei BMW. Die Münchner dementieren dies allerdings auf das heftigste.

Hamburg - VW-Vorstandschef Ferdinand Piëch habe die Londoner Investmentbank Morgan Stanley beauftragt, Modelle für eine Beteiligung auszuarbeiten. Das berichtet DER SPIEGEL. Ein BMW-Sprecher verwies dagegen auf die klare Aussage der Mehrheitsaktionäre, sie seien an einem Verkauf nicht interessiert.

Laut SPIEGEL sieht der Plan von Piëch so aus: BMW und die VW-Tochter Audi sollen nach einem Aktientausch eine wechselseitige Kapitalbeteiligung von bis zu 24,9 Prozent erreichen. Weil BMW-Aktien deutlich teurer sind als Audi-Anteile, würde VW einen Ausgleich an BMW zahlen. Außerdem würde VW die verlustbringende Rover-Pkw-Produktion übernehmen und die Engländer mit Plattformen, Motoren, Achsen und anderen Teilen beliefern.

Allerdings plane auch der neue BMW-Vorstandschef Joachim Milberg selbst eine Plattform für Kleinwagen, berichtet das Blatt weiter. Darauf sollten ein 2er BMW, ein Rover, ein Mini und ein MG aufgebaut werden. Auch diese Meldung dementierte BMW. "Es ist kein Strategiewechsel mit Plattformen geplant, und es wird keinen BMW unterhalb der bisherigen Produktpalette geben", sagte ein Sprecher in München.

Im Zuge der weltweiten Autofusionen wird BMW immer wieder als Übernahmekandidat genannt, weil der Konzern international vergleichsweise klein ist. VW hatte mehrfach sein Interesse bekundet. Die Familie Quandt, der BMW-Mehrheitsaktionär, hatte jedoch noch in dieser Woche betont, daß ihr Engagement für den bayerischen Autokonzern ungebrochen sei.

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