Nike Gutes Geschäft im Ausland

Der Konzern steigert den Gewinn und punktet in Europa. Auf dem Heimatmarkt sieht es trüber aus.

Der weltgrößte Sportschuhhersteller Nike hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 von seinem glänzenden Geschäft in Europa und Asien profitiert, während das Unternehmen im heimischen Markt schlechter abgeschnitten hat als in der Vorjahresvergleichszeit.

Der Quartalsumsatz legte in der Berichtszeit gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres um acht Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar zu, teilte Nike am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Die Aktie legte im nachbörslichen Geschäft zu und könnte auch der Aktie der deutschen Konkurrenten Adidas und Puma  heute Unterstützung verleihen.

Gewinn deutlich erhöht

Der Gewinn von Nike stieg auf 152 (Vorjahresvergleichszeit: 129) Millionen Dollar. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich um 19 Prozent auf 57 Cent. Die Wall-Street-Analysten waren von 56 Cent je Aktie ausgegangen.

Der Umsatz im Heimatmarkt USA fiel dagegen im zweiten Quartal um acht Prozent auf eine Milliarde Dollar. Er legte in der Region Europa/Naher Osten und Afrika um 35 Prozent auf 781 Millionen Dollar zu.

Dabei steigerte Nike seinen europäischen Schuhabsatz um 39 Prozent auf 437 Millionen Dollar, den Bekleidungsumsatz um 29 Prozent auf 295 Millionen Dollar und den Umsatz mit sonstigen Produkten um 33 Prozent auf 50 Millionen Dollar. Der Umsatz im asiatisch-pazifischen Raum stieg um 14 Prozent auf 353 Millionen Dollar. Nike-Chef Philip H. Knight strich das gute Auslandsgeschäft besonders heraus.

Das in Beaverton (Oregon) ansässige Unternehmen hat für den Zeitraum Dezember 2002 bis April 2003 einen Auftragsbestand von 3,9 Milliarden Dollar vorliegen, plus 2,4 Prozent. Dabei gab es in den USA einen Rückgang von vier Prozent. Europa legte um neun Prozent und der asiatisch-pazifische Raum um 15 Prozent zu.