Viag Fusionspartner legt Rekordergebnis vor

Der Mischkonzern und die Schweizer Alusuisse-Lonza Gruppe (Algroup) haben ein halbes Jahr vor ihrer geplanten Hochzeit jeweils gute Ergebnisse gemeldet.

München/Zürich - Die bis August geplante Fusion mit Alusuisse-Lonza werde die Viag in eine "neue Ergebnisdimension" hineinwachsen lassen, erklärte das Unternehmen am Freitag. Die Konzernstruktur soll bis dahin weiter gestrafft werden. Die Viag werde sich wie geplant mittelfristig vom gesamten Logistikbereich trennen. Dazu zählen die Stahlhandels-Tochter Klöckner & Co und eine Beteiligung von 30 Prozent am Transport-Konzern Kühne & Nagel.

Der Münchner Mischkonzern geht mit einem Rekordergebnis in den Zusammenschluß zu einem der größten europäischen Industrieriesen. Der operative Gewinn vor Steuern sei um zehn Prozent auf 3,2 Milliarden Mark gestiegen, berichtete Viag. Zur guten Entwicklung trugen vor allem die Bereiche Energie und Aluminium bei. Der Umsatz der Energietochter Bayernwerk blieb bereinigt um Akquisitionen stabil. Das junge Engagement in der Telekommunikation (Viag Interkom) schreibe planmäßig noch hohe Anlaufverluste.

Der Konzernumsatz sei mit 49,2 Milliarden Mark um 300 Millionen geringer als im Vorjahr gewesen, hieß es weiter. Ohne Berücksichtigung von Erwerbungen und Verkäufen sei der Umsatz um vier Prozent gewachsen. Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern sank im vergangenen Jahr vor allem auch durch Firmenverkäufe um elf Prozent auf rund 85.000 Beschäftigte.

Die Fusionspartner Algroup rechnet nach eigenen Angaben für das laufende Jahr mit einer Verbesserung des Ergebnisses. Im vergangenen Jahr erzielte sie einen Nettoumsatz von 8,6 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Steigerung um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzrendite konnte dabei erstmals auf eine zweistellige Rate von 10,5 Prozent gesteigert werden. Das Betriebsergebnis stieg um 12,7 Prozent auf 897 Millionen Franken. Der Personalbestand sank demgegenüber im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf 29.495 Beschäftigte.

Der Zusammenschluß mit der Viag zum sechstgrößten Industriekonzern Deutschlands mit einem Umsatz von rund 53 Milliarden Mark und einem Gewinn von 1,6 Milliarden Mark soll bis August vollzogen sein. Von der Fusion erhoffen sich die Unternehmen Einsparungen von rund 570 Millionen Mark jährlich in den kommenden drei Jahren. Rund 2.500 Arbeitsplätze sollen eingespart werden. Hauptsitz des neuen Unternehmens, dessen Name noch nicht feststeht, wird München sein.

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