Schnigge Insolvenz steht bevor

Die Rettungspläne sind gescheitert. Jetzt steht der Börsenmakler vor dem Konkurs.

Düsseldorf - Die Börsenmakler Schnigge AG hat nach gescheiterten Verhandlungen mit Investoren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) die bevorstehende Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung im Konzern mitgeteilt. Die Verhandlungen mit Investoren, die eine Kapitalerhöhung von fünf Millionen Euro zeichnen wollten, seien nicht erfolgreich gewesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag ad hoc mit.

Es sei keine Übereinkunft über die Loslösung der Tochtergesellschaft und die Übernahme von Restrisiken erzielt worden. Damit sei das Ziel der einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung nicht mehr zu erreichen. Die Hauptversammlung am 18. Dezember werde damit abgesagt.

Auf der Hauptversammlung sollte eine Herabsetzung des Grundkapitals und im Anschluss eine Erhöhung des Grundkapitals gegen Bareinlagen unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechtes beschlossen werden. Anstehende Zahlungen könnten nun nicht mehr geleistet werden. Es müsse von einer Überschuldung im Konzern ausgegangen werden.

In der Tochtergesellschaft, der Schnigge Beteiligungs AG, die über einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Börsenmakler Schnigge AG verbunden ist, werde unverzüglich Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

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