Teldafax Stellung ausgebaut

Das Unternehmen hat seine Position weiter ausgebaut. Binnen Jahresfrist verdoppelte sich die Zahl der verkauften Gesprächsminuten auf durchschnittlich 15 Millionen werktags.

Marburg - Auch nach dem jüngsten Preiskrieg auf dem Telefonmarkt ist der drittgrößte private Telekommunikationsanbieter, die Marburger Firma Teldafax, weiter auf dem Vormarsch. Trotz einer 35prozentigen Preisreduzierung zum Jahresbeginn konnte der Billiganbieter seinen Umsatz im Januar gegenüber dem Vormonat um 24 Prozent auf 52 Millionen Mark steigern.

Die Marburger wollen zugleich ihr Netz deutlich ausweiten, das bisher in Spitzenzeiten häufig verstopft war. Bis Ende April soll die Kapazität gegenüber Dezember 1998 verdoppelt, bis Ende Dezember vervierfacht werden. Ende 1997 hatte das Unternehmen noch durchschnittlich fünf Millionen Gesprächsminuten verkauft.

Durch die Entscheidung der Regulierungsbehörde sieht Teldafax keine Nachteile. Das Unternehmen, das keine Milliardenbeträge in den Ausbau eigener Netze investiert hatte und seine Dienste daher günstig anbieten kann, sieht sich durch das Votum der Behörde in seiner Geschäftspolitik bestätigt. Man habe den Ortsgesprächsverkehr auf flächendeckender Basis nie als attraktiv betrachtet und auch nicht zum Geschäftsziel gehabt. Den direkten Teilnehmeranschluß werde man allenfalls ausgewählten Kunden anbieten.

Einer neuen Runde im Preiskampf sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben gelassen entgegen. Die Gesellschaft sei jederzeit in der Lage, angemessen auf etwaige Marktentwicklungen zu reagieren, erklärte Teldafax.

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