Telekom Wird Robert an die Luft gesetzt?

Die Gerüchteküche brodelt wieder. Will die Telekom mit einem Teilverkauf von T-Online ihren milliardenschweren Schuldenberg abbauen? Auf dem derzeitigen Niveau würde das "Sinn machen", heißt es an der Börse.

Frankfurt am Main - Marktspekulationen, wonach die Deutsche Telekom (Kurswerte anzeigen) Aktien ihrer Tochtergesellschaft T-Online  am Markt platzieren will, haben die Aktie des Internetportals am Dienstag belastet. Ein Teilverkauf würde jetzt "Sinn machen", sagte Marktteilnehmer.

Das Papier notiere derzeit auf einem "recht vernünftigen Niveau". Fakt sei nun mal, dass die Telekom bis Ende kommenden Jahres ihre Schulden auf 50 Milliarden Euro senken wolle. Da sei die Platzierung von T-Online-Aktien eine gute Gelegenheit. Eine andere Überlegung wäre, das Paket Microsoft-Aktien, dass die Telekom hält, zu verkaufen.

Wenn die Platzierung erst einmal wieder vom Tisch sei, habe T-Online weiteres Potenzial nach oben, sagte der Marktteilnehmer. Er verwies außerdem auf die verhaltene Entwicklung der Aktie in den vergangenen Tagen. "Die Börse war schon in der vergangenen Woche eher vorsichtig, was mit T-Online passiert", erklärte er.

Ein Sprecher der Telekom wollte die Gerüchte auf Anfrage von manager-magazin.de nicht kommentieren. Derartige Spekulationen seien bereits in der Vergangenheit schon mal aufgekommen. Derzeit sei der Konzern noch mit knapp über 80 Prozent an T-Online beteiligt.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur VWD sei ein Verkauf von T-Online-Aktien nur eine von zahlreichen Optionen, und es sei völlig offen, ob von ihr Gebrauch gemacht werde, wurden unternehmensnahe Kreise zitiert. Nach Ansicht von Branchenkennern hätte eine Platzierung den Vorteil, relativ kurzfristig umgesetzt werden zu können. Jedoch könnte die Telekom aus Gründen der Kurspflege allenfalls kleinere Posten auf den Markt bringen, wurde auf Seiten der Experten betont.


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