ACG Gewinnwarnung für das laufende Jahr

Grob verschätzt. Statt eines Gewinns wird 2002 wohl doch wieder ein Verlust geschrieben.

Wiesbaden - Der Chip- und Chipkarten-Händler ACG  hat bei Vorlage der Neunmonats-Zahlen eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr 2002 gegeben. Das im Nemax 50 notierte Unternehmen rechnet nun nicht mehr mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit). Zudem sei auch das noch zur Jahresmitte kommunizierte Ziel, das alle Geschäftsbereiche 2002 profitabel abschließen werden, nicht mehr zu halten, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag auf Anfrage in Wiesbaden.

Optimistischer blickt die ACG AG dagegen auf das nächste Jahr. Auch ohne eine Verbesserung der Marktlage sei die Gesellschaft für 2003 positiver gestimmt als noch für dieses Jahr, hieß es. Konkrete Prognosen wollte der Chip-Händler allerdings nicht abgeben.

Zum laufenden Jahr sagte der Sprecher: "Der Geschäftsbereich Identification Technologies wird das Jahr mit einem Minus beenden." Für den Konzern sieht die neue Vorgabe jetzt lediglich ein positives operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor. Nach den ersten drei Quartalen 2002 lag der operative Verlust in diesem Geschäftfeld bei 1,1 Millionen Euro.

Beim Gesamtumsatz peilt ACG nun "mehr als 300 Millionen Euro" an. Ursprünglich war das Unternehmen noch von Erlösen "leicht unter" dem Vorjahresniveau (343,5 Millionen Euro) ausgegangen.

In den ersten neun Monaten 2002 erzielte ACG bei gesunkenem Umsatz ein gestiegenes Ebitda. Während die Erlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,84 Prozent auf 240,2 Millionen Euro fielen, verbesserte sich das Ebitda auf 955.000 Euro nach einem Verlust von 687.000 Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie das Nettoergebnis verbesserten sich wegen geringerer Abschreibungen deutlich. Der Verlust verringerte sich hier auf 1,7 Millionen Euro nach minus 49,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Nettoverlust sank auf 2,5 Millionen Euro gegenüber minus 53,9 Millionen Euro. Die Abschreibungen reduzierten sich auf 91.000 Euro nach 44.65 Millionen Euro. Der Verlust je Aktie betrug 0,15 Euro nach minus 3,84 Euro.

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