Hochtief Gegen den Trend "schwarze Zahlen" geschrieben

Der Baukonzern hat 1998 offenbar ein durchschnittliches Jahr durchlebt. Trotz gesunkener Bauleistung und weniger Auslandsaufträgen gibt man sich für die Zukunft optimistisch.

Essen - Gegen den negativen Branchentrend beim Bau habe der Konzern 1998 ein "insgesamt gutes Ergebnis" erzielt, teilte die Hochtief AG am Mittwoch mit. Die Frage, ob der Vorjahresüberschuß von 102 Millionen Mark in der AG und 158 Millionen Mark im Konzern wieder erreicht werden konnte, wollte eine Unternehmenssprecherin jedoch nicht beantworten. Hochtief schreibe jedoch weiterhin schwarze Zahlen, hieß es.

Die Bauleistung des mehrheitlich zum RWE-Konzern gehörenden Unternehmens ging im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 12,27 Milliarden Mark zurück. Auch die Auftragseingänge sanken insgesamt um 2,6 Prozent auf 12,34 Milliarden Mark. Vor allem im Ausland brachen die Aufträge ein, um 15,2 Prozent auf 5,09 Milliarden Mark. Im Inland erhielt Hochtief dagegen mehr Aufräge (um plus 8,7 Prozent auf 7,25 Milliarden Mark). Als bisher größten Einzelauftrag konnte Hochtief dabei den Bau der neuen ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg-Ingolstadt verbuchen.

Nach dem Ende des Engagements bei dem Frankfurter Konkurrenten Philipp Holzmann stelle das neue Geschäftsfeld Flughafen-Management nun einen neuen Investitionsschwerpunkt des Konzerns dar, hieß es. Durch eine Aufstockung der Anteile an den ausländischen Beteiligungsgesellschaften in Australien, Südafrika und Polen habe Hochtief sein internationales Engagement weiter ausgebaut. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Ausland um 429 auf 22.599. Im Inland wurden dagegen weitere Stellen gestrichen: Die Zahl der Beschäftigten sank um 2062 auf 14.630.

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