Metro Die Gewinne sprudeln

Der Handelsriese hat im vergangenen Geschäftsjahr beim Ertrag kräftig zugelegt. Künftig will sich der Konzern ganz auf vier Kerngeschäftsfelder konzentrieren.

Köln - Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei um 20,4 Prozent auf 1,1 Milliarden Mark gestiegen, berichtete die Metro AG am Mittwoch in einer ersten Übersicht über die Geschäftsentwicklung. In allen wesentlichen Sparten habe das Konzernergebnis den Erwartungen entsprochen.

Der Umsatz kletterte bedingt durch Firmenzukäufe wie die Mönchengladbacher Allkauf-Gruppe um 61,3 Prozent auf 91,7 Milliarden Mark. Bereinigt um diese Effekte hätten sich die Erlöse um 4,8 Prozent erhöht. Das Weihnachtsgeschäft sei insgesamt zufriedenstellend verlaufen, hieß es weiter.

Das Sorgenkind der Metro waren die Baumärkte mit einem Minus von knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die unbefriedigende Entwicklung begründete Metro vor allem mit schwachen Umsätzen im vierten Quartal. Leicht rückläufig waren auch die Geschäfte der Kaufhof Warenhaus AG mit minus 2,8 Prozent auf 9,4 Milliarden Mark. Die auf das fachmarktähnliche Galeria-Konzept umgestellten 61 Kaufhof-Häuser (von insgesamt 128) erwirtschafteten allerdings einen Zuwachs von 2,6 Prozent.

Die Neuordnung des Konzerns sei abgeschlossen, berichtete der Handelsriese weiter: Die Sparten Discount- und Computermärkte, Schuh- und Modemärkte sowie weitere Randaktivitäten wurden an die Verwertungsgesellschaft DIVACO verkauft. Diese Handelsgeschäfte erzielten 1998 Umsatzerlöse von 10,6 Milliarden Mark. Nach erfolgreicher Verwertung der Beteiligungen soll DIVACO liquidiert werden.

Die Metro werde sich künftig ganz auf die vier Kerngeschäftsfelder Cash & Carry, Lebensmitteleinzelhandel (Real, Allkauf, Extra), Fachmärkte (Media/Saturn, Praktika) sowie Warenhäuser (Kaufhof) konzentrieren. In diesen Sparten erzielte das Unternehmen 1998 ein Umsatzvolumen von 81,1 Milliarden Mark.

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