Linde Keine spürbare Verbesserung

Umsatzeinbruch - die schwache Konjunktur belastet den Anlagespezialisten.

Wiesbaden – Der Gas- und Anlagespezialist Linde  hadert mit der schwachen Konjunktur. In den ersten neuen Monaten minderten sich die Erlöse um 2,3 Prozent auf knapp 6,3 Milliarden Euro. Besonders drastisch fiel der Umsatzeinbruch in Deutschland aus. Während im Auslandsgeschäft das Vorjahresniveau gehalten wurde, brachen die Erlöse im Inland um sieben Prozent ein.

Das operative Ergebnis ging um 81 Millionen Euro auf 434 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern erreichte von Januar bis September einen Wert von 203 Millionen Euro und lag damit mit 73 Millionen Euro unter dem Vorjahres-Zeitraum.

Der operative Cashflow erreichte per Ende September einen Wert von 776 Millionen Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 615 Millionen Euro. Ihnen standen Einnahmen aus der Veräußerung von Wertpapieren in Höhe von 221 Millionen Euro gegenüber.

Die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Erholung haben sich laut Linde in den vergangenen Wochen verschlechtert. Daher rechnet der Gas- und Anlagespezialist nicht mit einer spürbaren Verbesserung in den noch verbleibenden Monaten des laufenden Jahres.

Aufgrund des schwachen Umfeldes erwartet Linde für 2002 nur noch einen leichten Umsatzanstieg. Das Ergebnis der Unternehmensbereiche wird insgesamt geringer ausfallen als im Vorjahr. Aufgrund der anhaltend schlechten Lage und hoher Kosten baut Linde 1550 Arbeitsplätze ab.

Die geplanten Restrukturierungsprogramme in den einzelnen Sparten sind zudem mit erheblichen Einmalaufwendungen verbunden. Sie werden gegen den Ertrag aus der Veräußerung der Dresdner-Bank-Beteiligung in Höhe von 165 Millionen Euro verrechnet. Linde rechnet mit einem Überschuss auf dem Niveau des Vorjahres.

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