Epcos Schwache Zahlen vom Absteiger

Der Dax-Absteiger verabschiedet sich mit roten Zahlen. Der positive Ausblick stützt die Aktie.

München - Der Bauelemente-Spezialist Epcos  verabschiedet sich mit einem Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr aus dem Deutschen Aktienindex Dax. Vor Zinsen und Steuern sei im Geschäftsjahr 2001/02 (endete am 30. September) ein Fehlbetrag von 72 Millionen Euro verbucht worden, teilte der Siemens-Ableger am Donnerstag mit.

Die Aktie legte bis zum Mittag um mehr als acht Prozent zu und gehörte gemeinsam mit der Allianz zu den stärksten Werten im Dax. Die Hoffnung, dass nun das Schlimmste überstanden sei, lässt Investoren zugreifen und bescherte den beiden Unternehmen trotz schwacher Zahlen ein deutliches Plus.

Im Vorjahr hatte Epcos auf dieser Basis noch einen Gewinn von 208 Millionen Euro gemacht. Nach zuletzt deutlichen Kursverlusten in den vergangenen Monaten muss Epcos den Dax im Dezember verlassen. Nachrücker ist die Deutsche Börse AG . Damit rückt die Betreibergesellschaft der Frankfurter Wertpapierbörse als erste Börse in einen der führenden Aktienindizes der Welt auf.

Im kommenden Jahr wieder schwarze Zahlen in Sicht

Für das Geschäftsjahr 2003 erwartet Epcos ein moderates Umsatzwachstum und die Rückkehr zu positivem Ergebnis und Cash Flow. Die Geschäftsentwicklung sei seit Beginn des neuen Geschäftsjahres positiv verlaufen. Auftragseingang und Umsatz hätten über den Werten der Vormonate gelegen.

Viertes Quartal: Das schlechteste in der Konzerngeschichte

Das Unternehmen hat indes das schlechteste Quartalsergebnis der Firmengeschichte auswiesen. Wie Epcos weiter mitteilte, ging der Umsatz im vierten Quartal 2002 von 361 Millionen Euro auf 326 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde mit minus 64 Millionen Euro angegeben nach minus 52,3 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Das Ergebnis nach Steuern brach von minus 25,5 Millionen Euro (minus 39 Cent) auf minus 39 Millionen Euro (minus 59 Cent) pro Aktie ein. Vor einmaligen Belastungen lägen Umsatz und Ergebnis auf Niveau des Vorquartals, hieß es.

Die einmaligen Sonderbelastungen von 50 Millionen Euro setzten sich zusammen aus 30 Millionen Euro Restrukturierungskosten, davon 21 Millionen Euro Rückstellungen für zusätzlichen Personalabbau, und 9 Millionen Euro Sonderabschreibungen auf Fertigungseinrichtungen. Zusätzlich sei das Ebit durch Bestandsabbau und Bestandswertkorrekturen sowie Gewährleistungs-Rückstellungen mit 20 Millionen Euro belastet worden.

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