Metaller Verhandlungen in Bayern geplatzt

Die Gewerkschaft in Bayern hat die für Mittwoch geplanten Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern abgesagt. Schow-Veranstaltungen seien sinnlos, hieß es.

München - Wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte, hätten die Arbeitgeber in einem Gespräch der Tarifparteien erklärt, sie sähen keinen Spielraum für ein neues Angebot. "Unter diesen Voraussetzungen haben Verhandlungen keinen Sinn", erklärte der bayerische IG-Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer. Showveranstaltungen am grünen Tisch seien sinnlos. Für Dienstag und Mittwoch kündigte die Gewerkschaft erneut massive Warnstreiks an. Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie begründete seine Haltung mit der "wirtschaftlichen Lage und der Gefahr für die Arbeitsplätze". Das derzeitige Angebot decke die Teuerungsrate bereits mehr als vierfach ab. Die Arbeitgeber betonten, sie seien jederzeit zur Wiederaufnahme der Verhandlungen bereit.

Unterdessen sind in Niedersachsen die Warnstreiks am Montag weitergegangen. Rund 5800 Beschäftigte haben in den MAN und Alcatel Kabel-Werken in Salzgitter ihre Arbeit niedergelegt.

Die Beschäftigten unterstützten mit ihrer Aktion die Forderung der Gewerkschaft nach 6,5prozentiger Lohnerhöhung. Die Arbeitgeber hatten 2,3 Prozent Lohnerhöhung und eine Einmalzahlung von 0,5 Prozent angeboten. Das lehnt die Gewerkschaft als nicht akzeptabel ab.

Am Dienstag werden in Baden-Württemberg und im Tarifbezirk Küste die entscheidenden Verhandlungen für die insgesamt 3,5 Millionen Metall-Beschäftigten in Deutschland erwartet.

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