Deutsche Bank Fitch senkt Rating-Ausblick

Das schwache Umfeld könnte der Bank weiter zusetzen, befürchten die Rating-Experten von Fitch.

London – Die Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für die Ratings der Deutsche Bank  auf negativ von zuvor stabil gesetzt. Darüber hinaus bestätigte die Ratingagentur am Donnerstag das "AA-"-Langfrist-Rating und das "F1+"-Kurzfrist-Rating des Instituts.

Damit reagierte Fitch eigenen Angaben zufolge auf die schwachen Drittquartalszahlen, die die Deutsche Bank am Berichtstag vorgelegt hat. Dabei seien jedoch auch die Fortschritte in Betracht gezogen worden, die die Bank bei der Restrukturierung des inländischen Bankengeschäfts und der Reduzierung des Kreditrisiko-Profils mache, so Fitch.

Der negative Ausblick berücksichtige die Unsicherheit von Fitch mit Blick auf die Fähigkeit der Deutschen Bank, den Herausforderungen des gegenwärtig schwierigen konjunkturellen Umfeldes zu begegnen.

Dabei stelle sich die Frage, wie die Deutsche Bank auf die vielfältigen Herausforderungen des schwierigen Wirtschaftsumfelds reagiere. Eine Herausforderung ist laut Fitch die Aufrechterhaltung des Handelsergebnisses in einem Umfeld, das kaum Anzeichen auf eine Verbesserung der Lage an den Kapitalmärkten erkennen lasse.

Fitch werde die Ergebnisse des Instituts während des kommenden Jahres vierteljährlich genau beobachten. Eine weitere Verschlechterung der Profitabilität könne eine Herabstufung des Langfrist- und Kurzfrist-Ratings um ein Investment-Grade zur Folge haben, erklärte die Ratingagentur. Um eine Beibehaltung der Bonitätseinstufung zu gewährleisten, müsse die Bank fortfahren, das Einnahmenwachstum im Privatkundengeschäft zu verbessern.