Metro Wasser im Wein

Der Handelskonzern übertrifft die Erwartungen, stutzt das Umsatzziel aber dennoch zurück.

Düsseldorf - Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds hat der Handelskonzern Metro  im dritten Quartal 2002 bei Umsatz und Ergebnis nicht nur die eigenen Vorjahreszahlen, sondern auch die Prognosen der Analysten zum Teil deutlich übertroffen. So stieg das operative Ergebnis auf 188 (162) Millionen Euro. Die Experten hatten im Durchschnitt lediglich einen Anstieg auf 175 Millionen Euro erwartet.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen entsprach dagegen mit 499 Millionen exakt den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz kletterte auf 12,361 (11,526) Milliarden Euro. Dennoch rutsche die Aktie der Metro AG nach einem festen Start am Nachmittag immer deutlicher ins Minus: Händler verwiesen auf die zurückhaltende Prognose des Konzerns und auf die anhaltenden Konjunktursorgen.

Zurückhaltender Ausblick

Das Unternehmen bleibt dennoch vorsichtig und hat seine Prognose für das eigene Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2002 gesenkt. Metro hält aber am Ergebnisziel fest. Wie der Handelskonzern mitteilte, sollen die Erlöse 2002 nur noch um 5,0 bis 5,5 Prozent steigen. Bislang hatte Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Körber 5,5 bis 6,0 Prozent in Aussicht gestellt. Es bleibe aber beim angestrebten Zuwachs des Ergebnisses je Aktie um rund zehn Prozent, teilte Metro weiter mit.

Zur Begründung verwies Metro auf die Verzögerung von Neueröffnungen im Rahmen der internationalen Expansion. Auf Grund dieser Verzögerungen werde auch das anvisierte Investitionsvolumen von zwei Milliarden Euro nicht voll ausgeschöpft. Dennoch werde der Konzern seinen Weg des profitablen Wachstums fortsetzen, hieß es.