Schering Gewinn gesteigert

Der Berliner Pharmakonzern hat 1998 den Gewinn überproportional zum Umsatz gesteigert.

Berlin - Der Gruppengewinn erhöhte sich um sieben Prozent auf 478 Millionen Mark. Das teilte Schering am Montag mit. Der Konzernumsatz expandierte nach den vorläufigen Zahlen um drei Prozent auf 6,42 Milliarden Mark. Kursbedingte Rückgänge waren insbesondere in Südostasien, in Lateinamerika, der Türkei und in Japan zu verzeichnen. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um zwei Prozent auf 21.818. Die Investitionen in Sachanlagen blieben mit 354 Millionen Mark um 21 Millionen Mark unter dem Vorjahr.

In Landeswährungen habe der Umsatz um knapp sieben Prozent zugenommen. Zwei Drittel dieser Steigerung sei auf ein höheres Absatzvolumen zurückzuführen. In Südostasien ging der Umsatz wegen der durch die Finanzkrise dort ausgelösten Kursverluste um 28 Prozent zurück. Im Inland habe er wegen des anhaltenden Preisdrucks bei den Kontrastmitteln mit 983 Millionen Mark nur auf dem Niveau des Vorjahres gelegen. Im europäischen Ausland wurde ein Wachstum von knapp zehn Prozent erzielt, das in voller Höhe mengenbedingt gewesen sei. In den USA kletterte der Umsatz um neun Prozent auf über 1,3 Milliarden Mark.

Therapeutika mit dem Wachstumsträger Betaferon zur Behandlung der Multiplen Sklerose erbrachten einen Umsatz von zwei Milliarden Mark. Dabei legte Betaferon um sieben Prozent auf 720 Millionen Mark zu. Schering sei damit Weltmarktführer in der Behandlung der Multiplen Sklerose gewesen. Das mengenbedingte Wachstum habe deutlich über der gesamten Umsatzentwicklung gelegen. Vom Umsatz seien 333 Millionen Mark in Europa und 305 Millionen Mark in den USA erzielt worden. Derzeit würden weltweit 47.000 Patienten mit Betaferon behandelt, davon 23.000 in den USA und 21.000 in Europa.

Mit einem Anteil von 36 Prozent oder knapp 2,3 Milliarden Mark sind Fertilitätskontrolle und Hormontherapie weiterhin der umsatzstärkste Bereich von Schering. Bei Diagnostika verminderte sich der Umsatz um sechs Prozent auf 1,48 Milliarden Mark. Ebenfalls unter dem Vorjahr lag der Umsatz im Bereich Dermatologie mit 400 Millionen Mark.

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