Schering Gewinnziel bestätigt

Eine Woche vor Bekanntgabe der Zahlen ist Schering-Chef Erlen optimistisch - trotz Angeliq.

Berlin - Trotz Rückschlägen bei der Zulassung von zwei neuen Produkten in den USA hält der Pharmakonzern Schering an seiner US-Strategie fest. Im Jahr 2006 strebe das Berliner Unternehmen auf dem wichtigsten Pharmamarkt der Welt einen Umsatz von zwei Milliarden Dollar an, sagte Vorstandschef Hubertus Erlen der Tageszeitung "Die Welt".

Im Vergleich zu 2001 würde dies eine Verdoppelung bedeuten. Derzeit liege Schering "sogar leicht über diesem Plan". Die aktuellen Zahlen will der Pharmakonzern kommende Woche vorlegen.

Vergangene Woche hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das neue Schering-Hormonersatzpräparat "Angeliq" vorerst verweigert, das bei Beschwerden in den Wechseljahren helfen soll. Nur wenige Tage zuvor hatte ein Schering-Hormonpflaster in den USA zunächst keine Zulassung bekommen.

Zugleich bekräftigte Erlen die Ergebnisziele für das laufende Jahr. Bereinigt um Wechselkurs-Effekte werde Schering ein hohes einstelliges Umsatzplus ausweisen. Beim Gewinn strebe der Konzern ohne Sondereffekte weiterhin ein "niedrig zweistelliges Wachstum" an. Im vergangenen Jahr hatte Schering bei einem Gewinn von 418 Millionen rund 4,84 Milliarden Euro umgesetzt.

Aktientipps: Aventis zittert um Allegra

Verwandte Artikel

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.