Swiss Life Wieder Fehler in der Bilanz

Peinlich. Erneut wurde mit einem Rechenfehler bilanziert. Der Verlust ist höher als angenommen.

Zürich - Nach einem deutlich höheren Verlust im ersten Halbjahr ist die Aktie von Rentenanstalt/Swiss Life  am Montag auf Tauchstation gegangen. Die Aktie des Schweizer Versicherers brach im Frankfurter Handel um über zwölf Prozent auf 105 Euro ein.

Sowohl Händler als auch Analysten begründeten die Verluste mit einem erneuten Rechenfehler in der Buchhaltung. Das sorge für weiter schwindendes Vertrauen, hieß es auf dem Parkett. Die Rentenanstalt/Swiss Life hatte wegen eines Fehlers im Halbjahresbericht den Verlust nach Steuern für die ersten sechs Monate des Jahres um 192 Millionen Schweizer Franken auf 578 Millionen Schweizer Franken nach oben revidiert.

Grund für die Änderung des Halbjahresverlustes sei ein Fehler in einem elektronischen Wertschriftenverwaltungssystem. Wie der Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers in einer Sonderprüfung feststellte, berechnete das Programm die Werte einzelner, fälliger und ausgebuchter Obligationen falsch. Aus der Korrektur dieses Fehlers resultiere eine Verminderung des Saldos der realisierten und buchmäßigen Gewinne/Verluste in der Halbjahresrechnung nach IAS (International Accounting Standard) um 254 Millionen Steuern. Nach Steuern bedeute dies eine Erhöhung des Verlusts um 192 Millionen Schweizer Franken.

Dies sei sehr peinlich, sagten Analysten. Zumal es bereits das zweite Mal in diesem Jahr sei, dass das Ergebnis nach unten korrigiert werden müsse. Grundsätzlich ändere sich aber dadurch an der schlechten Situation für das Unternehmen nichts.

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