Novartis Dynamischer Trend soll anhalten

Fallende Umsätze, steigender Quartalsgewinn - der Ausblick des Pharmakonzerns ist positiv.

Zürich - Trotz sinkender Umsätze ist der Reingewinn des Schweizer Pharmakonzerns Novartis  im dritten Quartal von 1,683 Milliarden im Jahr zuvor auf 1,755 Milliarden Schweizer Franken gestiegen. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Zürich mitteilte, ging der Umsatz von 8,117 Milliarden auf 7,993 Milliarden Franken zurück. Der Gewinn pro Aktie (EPS) stieg von 0,66 auf 0,71 Franken.

Konzern will Jahresgewinn steigern

Für das Gesamtjahr erwartet Novartis ein "solides" Umsatzwachstum. Es sei mit einem operativen Ergebnis und einem Reingewinn über dem Vorjahresniveau zu rechnen. Ziel sei eine Umsatzsteigerung im Pharmabereich von rund zehn Prozent in lokalen Währungen. Auf dieser Grundlage hatte der Gesamtkonzern im dritten Quartal ein Umsatzplus von zehn Prozent ausgewiesen. Das Nettofinanzergebnis werde voraussichtlich etwas unter dem Vorjahresniveau liegen.

Für 2003 stellte Novartis-Chef Daniel Vassella eine Fortsetzung des "dynamischen Trends" bei den Verkäufen und dem operativen Gewinn in Aussicht.

Arthritis-Präparat kommt später auf den Markt

Im kommenden Jahr sei im Pharma-Bereich aber wegen Research- und Marketingaufwendungen mit "etwas schwächeren" operativen Margen zu rechnen. Novartis plane, 2003 die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (Research & Development, R&D) um 20 Prozent zu erhöhen.

Das operative Ergebnis des vierten Quartals dürfte "nicht spürbar" durch die Kosten für Markteinführungen von Medikamenten beeinflusst werden. Die Markteinführung des Arthritis-Präparats Prexige werde sich bis 2004 verzögern. Die Einreichung der Zulassungsgesuche in Europa soll jedoch unverändert vor Jahresende erfolgen.

43 Prozent des Umsatzes in den USA

Novartis erwirtschaftet nach eigenen Angaben derzeit 43 Prozent der Umsätze in den USA. Um die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zu mildern, will das Unternehmen die Finanzberichterstattung ab dem 1. Quartal 2003 auf US-Dollar umstellen. Dadurch dürfte der Währungseffekt im Jahr 2003 geringer ausfallen. Finanzvorstand Raymund Breu sagte: "Der Schweizer Franken war nie unsere Hauptwährung." Lediglich sechs Prozent der Verkäufe würden in Franken abgewickelt.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz um vier Prozent auf 24,247 Milliarden Franken. Der Reingewinn erhöhte sich von 5,412 Milliarden auf 5,603 Milliarden Franken. Der Gewinn je Aktie (EPS) verbesserte sich von 2,10 auf 2,22 Franken.

Analysten hatten einen Überschuss von 5,51 Milliarden bis 5,77 Milliarden Franken erwartet. Beim Umsatz reichten die Schätzungen von 24,40 Milliarden bis 24,74 Milliarden Franken.