EMC "Brutales Umfeld"

Die Erwartungen der Analysten wurden verfehlt. Der Speicherhersteller schreibt rote Zahlen.

Hopkinton - Der Massenspeicherhersteller EMC  erschreckt die Börsianer im jüngst abgelaufenen dritten Quartal mit einem Verlust von 0,02 Dollar je Aktie. Damit wurden Analysten-Erwartungen um 1 Cent verfehlt.

Wegen der weiterhin anhaltenden Schwäche bei IT-Ausgaben werde die Gesellschaft die Zahl der Beschäftigten um sieben Prozent der Stellen auf 17.000 abbauen, teilte das US-Unternehmen. Auf Grund der schlechten Aussichten sei es eher unwahrscheinlich, dass EMC wie ursprünglich geplant im zweiten Halbjahr in die Gewinnzone zurückkehre.

"Das IT-Ausgaben-Umfeld bleibt weiter brutal", sagte EMC-Chef Joe Tucci. "Zum Ende des Quartals hin hat es sich sogar noch verschlechtert." Es sei nicht abzusehen, wann die IT-Ausgaben wieder steigen würden. Die Gesellschaft werde weiter Kosten senken.

Zusätzlich kündigte EMC kündigte zudem an, dass die Führungsspitze den Rückkauf von zusätzlich 250 Millionen Aktien gebilligt habe. Im Mai 2001 sei der Rückerwerb von 50 Millionen Anteilscheinen genehmigt worden.

Im dritten Quartal setzte EMC nach vorläufigen Zahlen 1,25 Milliarden Dollar um und lag hier ebenfalls unter den Prognosen der von First Call/Thomson Financial befragten Analysten. Diese hatten im Schnitt 1,4 Milliarden Dollar erwartet. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte EMC einen Umsatz von 1,21 Milliarden Dollar verbucht.

Aus dem Verlust von 0,02 Dollar je Aktie seien Sonderkosten herausgerechnet. Im zweiten Quartal habe EMC noch ein Minus von 0,01 Dollar je Titel verzeichnet. Im dritten Quartal 2001 war es ein Verlust von 0,12 Dollar je Anteilschein. Die vollständigen Zahlen für den Berichtzeitraum will der nach eigenen Angaben weltweit führende Hersteller von Informationsspeichersystemen am 17. Oktober veröffentlichen.