General Electric Die Börsenaufsicht untersucht Luxuspension

Ex-Chef Welch hat angekündigt, auf einen Teil seiner üppigen Ruhestandsboni zu verzichten.

New York - Welch schreibt in einer Kolumne, die das "Wall Street Journal" am Monatag veröffentlichte, er wolle dem Eindruck von Unregelmäßigkeiten entgegentreten. In Zeiten, in denen das öffentliche Vertrauen angeschlagen sei, habe er auf die harte Weise gelernt, dass die öffentliche Wahrnehmung wichtiger denn je sei.

Welch hatte im Jahr 2000, seinem letzten vollen Jahr als Vorstandschef von General Electric (GE) , 16,7 Millionen Dollar an Gehalt und Bonuszahlungen erhalten. Größeres Aufsehen als dieses finanzielle Abschiedsbonbon erregten jedoch andere Extras, die GE der Management-Legende vertraglich bis ans Ende seiner Tage zugesichert hat: Welch darf in einem New Yorker Edel-Apartment wohnen, beliebig oft in einem angeschlossenen Luxusrestaurant speisen, nach Gusto Konzerte besuchen oder Golf spielen - alles auf Firmenkosten.

Welch, einer der erfolgreichsten und am meisten bewunderten US-Unternehmer des vergangenen Jahrhunderts, war im September 2001 in den Ruhestand gegangen. Er hatte GE während seiner Amtszeit ständig höhere Gewinne beschert und das Unternehmen zu einem der wertvollsten der Welt gemacht.

Welchs fürstliche Sinekuren waren ans Licht gekommen, weil die Anwälte seiner Noch-Frau im Rahmen des Scheidungsprozesses die genaue Vermögenssituation des Top-Managers recherchiert hatten. Unterdessen hat der Konzern bestätigt, von der US-Börsenaufsicht SEC zur freiwilligen Kooperation bei der Klärung des Falles aufgefordert worden zu sein. Man werde dieser Bitte voll und ganz entsprechen, hieß es am Montag bei GE.

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