Insiderhandel Gefälligkeiten unter Freunden?

Der ImClone-Skandal geht in die nächste Runde. Nun soll gegen Martha Stewart ermittelt werden.

New York - Ein Untersuchungsausschuss des US-Kongresses hat dem Justizministerium empfohlen, gegen die Haus- und Garten-Show-Moderatorin und Unternehmerin Martha Stewart wegen Insiderhandels zu ermitteln. Stewart ist wegen des Verkaufs von 3928 Aktien des Biotech-Unternehmens ImClone  ins Rampenlicht gerückt. Ihre Anwälte brachten ihre Ablehnung der Ergebnisse des Untersuchungsausschusses zum Ausdruck.

Der frühere Chef der Biotech-Firma, Samuel Waksal, wurde wegen des Verdachts von Insider-Geschäften verhaftet. Er soll Verwandten geraten haben, ihre Biotech-Aktien zu verkaufen, nachdem er die interne Information erhalten hatte, dass die Aufsichtsbehörde FDA das Krebs-Medikament Erbitux von ImClone nicht zulassen würde. Die Chefin von Martha Stewart Living Omnimedia verkaufte ihre am 27. Dezember, just vor der offiziellen Bekanntgabe der FDA-Entscheidung. Stewart ist mit Waksal befreundet.

Der Ausschussvorsitzende Bill Tauzin sagte, man habe keine Beweise dafür gefunden, dass Martha Stewart eine Straftat begangen habe. Man empfehle aber dem Justizministerium, die Ermittlungen aufzunehmen.

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