Infineon Partner trennt sich von Aktien

Ericsson hat 27 Millionen Aktien des Chipherstellers verkauft.

Frankfurt am Main - Die Aktien des Chipherstellers Infineon  haben am Donnerstag fester tendiert, nachdem bekannt geworden war, dass der Handyhersteller Ericsson  rund 27 Millionen Infineon-Aktien am Markt untergebracht hat. Reuters hatte am Morgen aus Marktkreisen erfahren, dass die Investmentbank Schroder Salomon Smith Barney (SSSB) rund 27 Millionen Infineon-Aktien im Markt für einen Preis zwischen 10,80 und 11,10 Euro je Papier aus dem Besitz des Handyherstellers Ericsson platziert habe. Am Donnerstag notierte die Aktie bei 11,50 Euro.

Anleger seien "froh, dass die Platzierung jetzt abgeschlossen ist", sagte ein Händler. "Andererseits muss man auch sehen, dass SSSB die Titel teurer verkauft hätte, wenn es möglich gewesen wäre. Das sagt eine Menge über deren Markteinschätzung."

Ericsson bestätigte am Nachmittag den Verkauf von 27,5 Millionen Infineon-Aktien. Erst in der vergangenen Woche hatte der schwedische Konzern eine langfristige Partnerschaft mit Infineon bekräftigt. So kann Ericsson seine Sparte Microelectronics an Infineon verkaufen: Inzwischen lägen alle erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen für die im Juni vereinbarte Transaktion vor, teilte das schwedische Unternehmen am Donnerstag mit. Der Wert der Transaktion, die im Laufe des Septembers abgeschlossen werden soll, war seinerzeit auf rund 400 Millionen Euro beziffert worden.