Vivendi Ungebremster Sturz

Die Aktie des Medienriesen hat sich binnen zwei Tagen halbiert und notiert auf Allzeittief.

Paris - Die Aktien des weltweit zweitgrößten Medienkonzerns Vivendi Universal  haben am Donnerstag ihre Talfahrt fortgesetzt und sind auf ein neues Allzeittief gefallen. Da die dringend benötigte Kreditlinie über 3 Milliarden Euro noch nicht unter Dach und Fach sei, bleibe das Papier unter Druck, sagten Händler. Vivendi braucht zur Refinanzierung bis Jahresende rund 2,4 Milliarden Euro.

Die Papiere von Vivendi wurden wegen des massiven Kurseinbruchs mehrfach vom Handel ausgesetzt und notierten gegen 9.45 Uhr mit einem Minus von 22,20 Prozent bei 9,25 Euro. Der französische Standardwerteindex CAC-40 lag dagegen bei 3.315,22 Punkten mit 2,3 Prozent im Plus. Die Vivendi-Aktien waren erst am Vortag um rund 25 Prozent eingebrochen.

Vivendi Universal hatte am Mittwoch einen Nettoverlust von 12,3 Milliarden Euro für das erste Halbjahr bekanntgegeben. Außerdem kündigte der hoch verschuldete französisch-amerikanische Mischkonzern Finanzrückstellungen von 3,4 Milliarden Euro und Abschreibungen von rund 11 Milliarden Euro an. Betroffen sind vor allem die Sparten Fernsehen, Musik, Unterhaltung, Telekommunikation und Internet.

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