Beiersdorf Prognosen gesenkt

Der Konzern präsentiert gute Zahlen für das erste Halbjahr und reduziert die Prognosen.

Hamburg - Der Nivea-Hersteller Beierstdorf  hat im ersten Halbjahr sowohl Umsatz als auch Gewinn gesteigert. Gleichzeitig revidierte das Unternehmen seine Ergebnis- und Umsatzprognosen für das Gesamtjahr leicht nach unten.

Trotz der allgemeinen Konsumflaute konnte der Hamburger Konzern den Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs um 3,3 Prozent auf 2,464 Milliarden Euro steigern. Das teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit.

Der Umsatz liegt damit am unteren Ende der Erwartungen der Analysten. Diese hatten mit einem Erlös zwischen 2,47 und 2,52 Milliarden Euro gerechnet.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging unbereinigt im ersten Halbjahr um mehr als zehn Prozent auf 260 Millionen Euro zurück. Rechnet man jedoch aus dem Ergebnis des Vergleichszeitraums die Einnahmen aus dem Verkauf eines Geschäftszweigs heraus, lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) damals nur bei 252 Millionen Euro. Damit konnte der Konzern seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr sogar um 3,3 Prozent steigern.

Anleger scheinen mit die Zahlen nicht zu überzeugen. Die Aktie des Konzerns gab am Dienstagvormittag mit rund fünf Prozent deutlich stärker als der Markt nach.

Prognosen fürs Gesamtjahr leicht gesenkt

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einer Steigerung sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde um etwa sieben Prozent auf 460 Millionen Euro klettern, prognostizierte das Unternehmen. Der Jahresüberschuss des Konzern soll jedoch nun bei 275 Millionen Euro liegen. Auf der Hauptversammlung Anfang Juni hatte Unternehmenschef Rolf Kunisch noch einen Reingewinn von 285 Millionen Euro angekündigt.

Der Umsatz werde voraussichtlich um rund vier Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zulegen. Damit reduzierte der Konzern ursprüngliche Prognosen ebenfalls leicht nach unten. Bisher hatte Beiersdorf einem Erlös von rund 4,75 Milliarden Euro erwartet.

Umsatz in Europa gesteigert

Während das Unternehmen, das unter anderem Marken wie Nivea, Labello und tesa verteibt, in Deutschland wegen der zunehmenden Käuferzurückhaltung niedrigere Umsätze erzielte, konnte der Konzern den Erlös in den restlichen europäischen Ländern insgesamt um 10,3 Prozent steigern.

In Amerika ging der Umsatz um zehn Prozent deutlich zurück. Verantwortlich dafür seien Wechselkursverschiebungen und Turbulenzen in Lateinamerika gewesen, so das Unternehmen. Die Regionen Afrika/Asien und Australien hätten sich den Angaben zufolge mit einem Umsatzwachstum von 10,2 Prozent planmäßig entwickelt.