BHW Schlechte Nachrichten aus Hameln

Nach der Gewinnwarnung des Finanzdienstleisters stürzt die Aktie ins Bodenlose.

Hameln/Frankfurt- Nach der geplatzten milliardenschweren Aktienplatzierung im Frühjahr gibt es bei der BHW-Holding AG  in Hameln erneut schlechte Nachrichten. Der Finanzdienstleister musste seine Gewinnerwartung für das laufende Jahr am Dienstag nach unten korrigieren.

Trotz positiver Entwicklung beim Neugeschäft werde das Konzernergebnis "deutlich" unter dem des Jahres 2001 liegen. Vor einem Jahr hatte der Überschuss 183,6 Millionen Euro betragen. Als Gründe wurden die anhaltend schwache Verfassung der Kapitalmärkte und eine veränderte Risikosituation genannt.

Die Aktie wurde wegen der reduzierten Gewinnerwartung für eine Stunde vom Handel ausgesetzt und fiel nach Wiederaufnahme um 18,55 Prozent auf das neue Allzeittief von 9,66 Euro.

Ein BHW-Sprecher nannte auf dpa-Anfrage keine Einzelheiten und verwies auf die Veröffentlichung der Halbjahresdaten in zwei Wochen. Grundsätzlich hätten sich aber die Zinsen nicht wie erwartet nach oben entwickelt. Außerdem habe das gute Neugeschäft zu höheren Provisionskosten geführt. Die Bausparsparte mit dem "Brot- und Buttergeschäft" habe aber keine Probleme.

Analysten hatten die negative Ergebnisentwicklung erwartet. So hatte zum Beispiel die Norddeutsche Landesbank ihre Empfehlung von Akkumulieren auf Halten verändert.

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