CE Consumer Ergebnis bricht dramatisch ein

Nach tiefroten Zahlen verzichtet der Vorstand auf 30 Prozent seiner Bezüge.

München - Der Chipbroker CE Consumer  ist im zweiten Quartal bei rückläufigen Umsätzen und wegen hoher Sonderabschreibungen tief in die roten Zahlen abgerutscht.

Der Umsatz reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um gut 16 Prozent auf 80,6 Millionen Euro, teilte das im Nemax50 notierte Unternehmen am Dienstag in München mit. Im gesamten ersten Halbjahr 2002 fielen die Erlöse um annähernd 20 Prozent auf 177,2 Millionen Euro.

Abschreibungen belasten Ergebnis erheblich

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei durch einmalige Abschreibungen auf Beteiligungen, Forderungen und Vorräte in Höhe von 47 Millionen Euro belastet worden und belief sich auf minus 52,3 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehemen auf gleicher Basis noch einen Gewinn von 3,6 Millionen Euro erzielt.

CE Consumer will nun ein Kostenreduktionsprogramm starten. Dabei wolle der Vorstand mit dem Verzicht auf 700.000 Euro oder 30 Prozent seiner Bezüge ab dem 1. August für das Jahr 2002 ein "deutliches Startsignal" setzen, hieß es. Die liquiden Mittel hätten sich zum Stichtag 30. Juni auf 21 Millionen Euro belaufen.

Nach dem Beteiligungsverkauf an der Mediagrif Interactive Technologies Inc. hat CE Consumer den Erwerb der bisher von dem kanadischen Unternehmen gehaltenen Anteile an der VCE Virtual Chip Exchange Inc. für 2,8 Millionen Euro vereinbart. Durch die Übernahme werde CE 100prozentiger Anteilseigner der Gesellschaft.