UBS Verhaltener Ausblick

Der Überschuss verringert sich. Doch der Bankkonzern übertrifft die Erwartungen.

Zürich - Die Schweizer Bankkonzern UBS, einer der größten Vermögensverwalter der Welt, hat im zweiten Quartal einen Überschuss nach Steuern von 1,331 Milliarden Schweizer Franken erzielt. Das entspricht einem Rückgang von vier Prozent zum Vorjahr und von zwei Prozent zum Vorquartal, teilte der Konzern am Dienstag in Zürich mit. UBS übertraf damit allerdings die Erwartungen von Analysten.

Zum Ausblick äußerte sich UBS vorsichtig. Die Bank erwarte nicht, dass die Ergebnisse für das laufende Geschäftsjahr das Resultat des Vorjahres erreichen. Der Finanzkonzern begründete dies damit, dass eine bedeutende Erholung der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte "heute weniger wahrscheinlich" sei.

Vor Goodwill-Abschreibungen betrug der Reingewinn 1,633 Milliarden Franken und damit fünf Prozent weniger als vor einem Jahr. Gegenüber dem Ergebnis des ersten Quartals wurde bereinigt um den Verkauf der Hyposwiss ein Plus von vier Prozent erzielt. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 1,745 Milliarden Franken um sechs Prozent unter Vorjahres- und um fünf Prozent unter dem Vorquartalsergebnis. Der Neugeldzufluss im Privatkundengeschäft betrug für das zweite Quartal insgesamt 4,9 Milliarden Franken.

Aussichten für Investmentbank-Bereich unklar

Im laufenden dritten Quartal des Geschäftsjahres 2002 habe der Bankkonzern weiterhin größere Kreditverluste vermieden. Auch die jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten habe UBS relativ gut überstanden, sagte Konzernleitungspräsident Peter Wuffli am Dienstag.

Wuffli erklärte weiter, die Aussichten für den Investmentbank-Bereich UBS Warburg seien uneinheitlich; es bestehe ein hohes Ausmaß an Unsicherheit. Bei den Aktien seien die Volumen weiterhin gesund. Die Kommissionseinnahmen von Kunden zeigten ein relativ stabiles Bild; UBS erwarte keinen größeren Rückgang. Doch das Umfeld für den Eigenhandel bleibe schwierig.