Balda Das neue Erfolgsrezept

Weg vom Handy-Geschäft. Das Nemax-Unternehmen findet neue Partner im Medizintechnik-Bereich.

Bad Oeynhausen - Der Handy-Zulieferer Balda  weitet seine Produktpalette aus. Mit den Pharmaunternehmen Pharma AG aus dem bayerischen Strasslach und der Mainzer Hagepharm GmbH habe Balda eine mehrjährige Exklusivlizenz zur Herstellung von Kunststoffgehäusen für Inhalatoren geschlossen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Mittelfristig wolle Balda sein Sortiment weiter verbreitern, um unabhängiger vom Handymarkt zu sein. Balda setzte im vergangenen Jahr 158,6 Millionen Euro um.

84 Prozent des Umsatzes entfielen dabei auf die Telekommunikation. Für das Jahr 2003 sei aber für diese Sparte nur noch ein Umsatzanteil von rund 70 Prozent geplant, sagte eine Unternehmenssprecherin. Um das zu erreichen, sei Balda inzwischen auch in der Medizintechnik aktiv. Hier seien für das kommende Jahr Erlöse von 31 Millionen Euro geplant.

Bereits im April hatte das am Neuen Markt notierte Unternehmen als ersten Medizin-Auftrag vermeldet, künftig für eine Tochter von Hoffmann-La Roche Stechhilfen zur Blutentnahme bei Diabetikern zu fertigen. Dieses Projekt soll 2002 rund sechs Millionen Euro zum geplanten Gesamtumsatz von rund 184 Millionen Euro beisteuern. 2003 soll der Umsatz auf 234 Millionen Euro klettern.

Zum Unternehmensspektrum gehöre auch die Produktion von hochwertigen Autoradioblenden und die Galvanisierung von Rasierapparaten. Der Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern lag im vergangenen Jahr bei 7,8 Millionen Euro. Der Konzern beschäftigt weltweit 3000 Mitarbeiter. Er unterhält nach eigenen Angaben zehn Produktionsstandorte, unter anderem auch in China und Malaysia.