Morphosys Verwaltungs- und Vertriebskosten deutlich gestiegen

Die Verluste sind höher als erwartet. Dennoch bestätigt das Unternehmen die Jahresprognosen.

Martinsried - Das Biotechnologie-Unternehmen Morphosys  hat im zweiten Quartal seinen Verlust vor Zinsen und Steuern von 439.525 auf 6,469 Millionen Euro stärker als von Analysten erwartet ausgeweitet. Die Umsatzerlöse fielen von 5,189 Millionen auf 4,647 Millionen Euro, teilte das im Nemax 50 notierte Unternehmen am Dienstag vor Handelsbeginn mit. Gleichzeitig bestätigte das auf die Entwicklung von therapeutischen Antikörpern spezialisierte Unternehmen die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2002.

Von dpa-AFX befragte Analysten hatten durchschnittlich mit einem Minus von 5,48 Millionen Euro gerechnet. Die Umsatzerwartungen lagen bei 3,55 Millionen bis 5,40 Millionen. Im Durchschnitt wurden 4,12 Millionen Euro erwartet. Im April hatte Unternehmenschef Simon Moroney die Prognose veröffentlicht, dass sich der Verlust von 6,5 Millionen auf 30 Millionen Euro ausweiten soll. Gleichzeitig werde mit einer Stagnation des Umsatzes bei rund 16 Millionen Euro gerechnet.

Nach Unternehmensangaben wurde das Ergebnis im zweiten Quartal vor allem durch deutlich gestiegene Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie durch einen höheren Personalaufwand für Aktienoptionen belastet. Insgesamt stiegen die betrieblichen Aufwendungen im Jahresvergleich von 5,63 Millionen auf 11,12 Millionen Euro.

Morphosys ist ein Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Martinsried bei München, dessen Geschäftsfeld die Entwicklung von Antikörper-basierten Produkten für die pharmazeutische Industrie ist. Die firmeneigene HuCAL-Technologie wird eingesetzt, um neue Arzneimittel zur Behandlung von Krebs und anderen Erkrankungen herzustellen. Morphosys kooperiert unter anderem mit Großkonzernen wie Roche , Bayer  und Schering .

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